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CSU-Mann hat höchsten Zuverdienst

Bundestagsabgeordnete dürfen einen Zweitjob haben, müssen aber Verdienste angeben. Die höchsten Einkünfte hat Hans Michelbach, gefolgt von Kollegen der AfD und der FDP.

© dpa/David Ebener

Berlin. Mindestens 41 der 709 Abgeordneten des neuen Bundestags gehen einer bezahlten Nebentätigkeit nach. Das geht aus einer Auswertung des Portals abgeordnetenwatch.de hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstag) zuerst berichtet hatte. Die höchsten Nebeneinkünfte hat demnach der CSU-Parlamentarier Hans Michelbach, der als Inhaber der MIBEG-Unternehmensgruppe einen jährlichen Gewinn von mehr als 250 000 Euro angegeben hat.

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Mitglieder des Bundestags sind verpflichtet, Einkünfte von mehr als 1 000 Euro im Monat oder 10 000 Euro im Jahr anzugeben. Allerdings müssen sie keine genaue Summe nennen, sondern sich nur in eine von zehn Verdienststufen einordnen. Michelbach ist der einzige Parlamentarier in Stufe 10, die für ein Jahreseinkommen von mehr als 250 000 Euro steht.

Ihm folgt der AfD-Abgeordnete Uwe Kamann, der eigenen Angaben zufolge als Geschäftsführer der Unternehmensberatung so:cas monatlich zwischen 15 000 und 30 000 Euro verdient und darüber hinaus für das vergangene Jahr einen Gewinn zwischen 75 000 und 100 000 Euro vermeldet. Einen gut bezahlten Zweitjob hat auch der FDP-Politiker Reinhard Houben, der als geschäftsführender Gesellschafter eines Lichttechnikunternehmens auf einen monatlichen Hinzuverdienst zwischen 7 000 und 15 000 Euro kommt sowie auf einen Jahresgewinn für 2017 zwischen 15 000 und 30 000 Euro.

Die Angaben der Abgeordneten sind auf der Website des Bundestags nachzulesen. Das Portal abgeordnetenwatch.de hat die Daten gesichtet und aufbereitet. Von den 709 Parlamentariern haben demnach 41 Abgeordnete eine bezahlte und 220 Abgeordnete eine unbezahlte Nebentätigkeit.

>>> Mitteilung über Nebeneinkünfte von abgeordnetenwatch.de