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Cunewalde trauert um Ex-Bürgermeister

© Archivfoto: Rafael Sampedro

Günter Weickert ist mit 76 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Die Gemeinde hat seinem Engagement viel zu verdanken; vor allem ein Objekt.

Von Katja Schäfer

Cunewalde. Trauer in Cunewalde: Der langjährige Bürgermeister und bisher einzige Ehrenbürger der Gemeinde, Günter Weickert, ist Ende vergangener Woche nach schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben. „Diese Nachricht macht uns sehr betroffen. Unser Beileid gilt seiner Ehefrau und der ganzen Familie“, sagt der amtierende Cunewalder Bürgermeister Thomas Martolock (CDU). „Wir verlieren mit Günter Weickert einen Menschen, der sich über Jahrzehnte in der Kommunalpolitik sehr verdient gemacht hat und auf Engste mit der Entwicklung von Cunewalde verbunden ist“, betont sein Nachfolger.

Ab 1981 war Günter Weickert 18 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Cunewalde. Als sich Weigsdorf-Köblitz und Cunewalde 1999 zusammenschlossen und damit eine Neuwahl fällig wurde, trat er nicht mehr an. Sein Engagement im Gemeinderat, dem er als Mitglied der Freien Wähler seit 1990 angehörte, setzte Günter Weickert jedoch bis 2014 ohne Unterbrechung fort. Außerdem engagiert er sich in Vereinen, vor allem in der Abteilung Tischtennis der SG Motor Cunewalde. Lange Zeit leitete er sie und trainierte zudem den Nachwuchs. Im Rahmen von Welt- und Europameisterschaften der Senioren vertrat Günter Weickert sein Heimatland unter anderem in Kanada, Brasilien, Vietnam, China, Neuseeland und Finnland.

„Mit dem Schaffen von Günter Weickert in Cunewalde sind viele bleibende Dinge verbunden. Beispielhaft ist die Sanierung der Blauen Kugel. Ohne seinen engagierten Einsatz wäre das Veranstaltungshaus zur Ruine geworden“, sagt Thomas Martolock. Um Günter Weickerts Lebenswerk zum Wohl Cunewaldes zu würdigen, ernannte die Gemeinde ihn 2015 zu ihrem ersten Ehrenbürger. Jetzt hat sie ihn verloren. Die Trauerfeier findet am Freitag in der Cunewalder Kirche statt.