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Dämpfer für Erweiterungspläne

Penny will anbauen, doch das Klingenberger Rathaus kann dem nicht zustimmen. Zumindest vorerst nicht.

© Egbert Kamprath

Von Anja Ehrhartsmann

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Klingenberg. Auf dem Grundstück zwischen Siedlungsweg und der Straße des Friedens hat die Supermarktkette Penny 1995 ihre Klingenberger Filiale eröffnet. Nun möchte der Lebensmittel-Discounter anbauen. „Die Filiale wird von den Einwohnern sehr gut angenommen“, heißt es aus der Penny-Pressestelle. Mittlerweile stoße der Markt nun aber vom Platz her an seine Kapazitätsgrenze. Den Kunden einen angenehmen Einkauf zu ermöglichen, sei zunehmend schwerer. „Einkaufen zu gehen ist für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit, durch die Enge unserer Verkaufsfläche stellt dies jedoch für manche eine Herausforderung dar“, heißt es weiter von Penny. Besonders Senioren, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderungen sollen von den angedachten Maßnahmen im Markt profitieren. Denn die Discounter-Kette würde gerne die Kassenbereiche vergrößern und die Gänge verbreitern, sodass sich dort zwei Rollstühle begegnen können. „Dies können wir nur durch eine Erweiterung der Verkaufsfläche erzielen. Eine Sortimentsvergrößerung ist dabei nicht vorgesehen. Wir möchten aber den vorhandenen Bäcker und Fleischer erhalten, um unserer Kundschaft ein abgerundetes Angebot bieten zu können.“

Doch erst mal wird aus diesen Plänen nichts werden. Denn der Anbau ist in Richtung des angrenzenden Grundstücks angedacht und würde die Flurstücksgrenze überschreiten. Das benachbarte Grundstück liegt zwar brach, allerdings gibt es dafür einen rechtskräftigen Bebauungsplan aus dem Jahr 1994 und dieser müsste erst geändert werden. Denn aus heutiger Sicht würde der Anbau des Supermarktes in den Pflanzstreifen des Bebauungsplans „Siedlungsweg“ eingreifen. Momentan habe die Gemeinde deshalb baurechtlich gesehen keine Möglichkeit, eine Zustimmung zu geben, sagte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK). Dem pflichteten auch die Ausschussmitglieder einstimmig bei. Die Gemeinde wolle sich aber grundsätzlich für die Erweiterung einsetzen.

Ein unbebautes Baugebiet

Der Bebauungsplan „Siedlungsweg“ gilt für das ganze Gebiet hinter dem Penny-Markt. Problem ist, dass der Bebauungsplan mit der Flurstücksaufteilung nicht mehr übereinstimmt und somit die baurechtlichen Voraussetzungen zunächst neu geschaffen werden müssten.

Die mehr als 10 000 Quadratmeter große Gesamtfläche war in den 1990er-Jahren ursprünglich mal als Baugebiet vorgesehen gewesen. Damals hatte ein privater Investor das Gebiet erworben. Tatsächlich wurde auch gebaut: Der Penny-Markt entstand und ein paar Wohnhäuser. Doch der Großteil des ehemaligen Baugebiets ist nach wie vor unbebaut. Die Flächen sind mittlerweile zugewachsen und wurden schon zweimal bei einer Zwangsversteigerung am Amtsgericht Dresden angeboten.