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Dämpfer für neue Windräder

Der Kreistag spricht sich gegen neue Anlagen bei Breitenau und Rückersdorf aus. Was bedeutet das für die Ökoziele des Kreises?

© Wolfgang Wittchen

Sächsische Schweiz. Der Kreistag in Pirna hat sich am Montagabend gegen weitere Windräder an zwei Standorten ausgesprochen. Sowohl Rückersdorf (Neustadt/Sachsen) als auch Flächen zwischen Breitenau und Börnersdorf im Osterzgebirge sollen als Windenergie-Vorrangsgebiete gestrichen werden. Dafür votierten die Kreisräte mit großer Mehrheit.

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Das Areal im Osterzgebirge gehört zu den bedeutendsten Brutgebieten von Schwarzstorch, Rotmilan und Wespenbussard. Dem Bau neuer Windräder stünde damit das Naturschutzrecht entgegen, weil sich Tiere durch die rotierenden Windradflügel verletzen könnten, hieß es. Sowohl Breitenau als auch Rückersdorf gehören zu den Standorten, an denen künftig mit 200 Metern die größten Anlagen errichtet werden könnten. In Breitenau wären drei solcher Anlagen möglich, in Rückersdorf sogar vier. Auch dort steht aus Sicht des Landkreises der Naturschutz neuen Windrädern entgegen. In unmittelbarer Nähe wurden zwei brütende Paare Schwarzmilan beobachtet.

Die weiteren Standorte in Colmnitz, Mohorn, Reinholdshain, Hausdorf und Sadisdorf sind vom Kreistag bestätigt worden. Nun ist fraglich, ob das reicht, die Ökoziele der mit Meißen gemeinsamen Planungsregion zu erreichen. Das letzte Wort zum Regionalplan hat der Freistaat. (SZ/dsz)