merken
Sport

Däne gewinnt in der Hitze von Eisenach

Radprofi Kasper Asgreen feiert den Etappenerfolg bei der Deutschland-Tour. Zwei einheimische Fahrer dürfen noch auf den Gesamtsieg hoffen.

Der dänische Radprofi Kasper Asgreen freut sich über seinen Etappensieg bei der Deutschland-Tour.
Der dänische Radprofi Kasper Asgreen freut sich über seinen Etappensieg bei der Deutschland-Tour. © dpa/Bernd Thissen

Eisenach. Die deutschen Radprofis um den Tour-de-France- Vierten Emanuel Buchmann und Simon Geschke gehen in Lauerstellung in das große Finale der Deutschland-Tour. Auf der 3. Etappe von Göttingen nach Eisenach über 189 Kilometer reichte es bei schwüler Hitze zwar erneut nicht für einen Erfolg. Vor der schwierigen Schlussetappe durch mehrere Wintersportorte bis nach Erfurt liegen aber Buchmann und Geschke noch aussichtsreich im Rennen. Kasper Asgreen aus Dänemark feierte am Sonnabend mit einem raffinierten Angriff auf dem letzten Kilometer seinen ersten Tagessieg.

Er setzte sich am Ende einer turbulenten Etappe auf der flachen Zielgeraden vor dem Belgier Jasper Stuyven, der das Rote Trikot des Führenden übernimmt, und dem Italiener Sonny Colbrelli durch. Der deutsche Sprinter Pascal Ackermann, der das erste Teilstück nach Halberstadt gewann, wurde erneut vorher abgehängt und hat dadurch wohl keine Chance mehr auf seinen zweiten Etappensieg. Er hatte auf dem Tagesabschnitt mit einem Sturz und auch noch einem Defekt am Hinterrad zu kämpfen.

Anzeige
Ferientipps für Sachsen
Ferientipps für Sachsen

Da ist sie, die schönste Zeit des Jahres - die Sommerferien! Wir haben die Freizeittipps für Familienausflüge in Sachsen und Umgebung.

Ganz anders als auf der 2. Etappe, die einem wilden Spektakel glich, ging es dieses Mal erst etwas gemächlicher zu. Das Hauptfeld ließ eine dreiköpfige Ausreißergruppe mit dem französischen Tour-de-France-Helden Julian Alaphilippe und dem deutschen Talent Mika Heming weit enteilen, zeitweise sogar auf gut sieben Minuten. Mehr als 100 Kilometer vor dem Ziel machte das Feld ernst und erhöhte das Tempo.

Etwa 25 Kilometer vor dem Ziel wurde Alaphilippe gestellt. Es begann der wilde Kampf auf dem hügeligen Schlussteil der Etappe. Rund 20 Fahrer setzten sich ab, darunter Buchmann und Geschke, die zwar angriffen, sich aber nicht absetzen konnten. "Am Ende hatte ich keine Chance", sagte Buchmann. Geschke sagte: "Ich war ziemlich breit dann."

Das große Finale am Sonntag ist von den Veranstaltern wohl bewusst zur schwierigsten Etappe gemacht worden. Auf den 159,5 Kilometern von Eisenach bis Erfurt sind gleich drei Bergwertungen zu absolvieren. Die Sprinter dürften keine Chance haben. Da die Abstände im Gesamtklassement weiter eng sind, könnten viele Radprofis ihre Chance auf das Rote Trikot in einer Attacke sehen. Den Gesamtführenden Stuyven erwartet in der Hitze Thüringens dadurch möglicherweise ein harter Tag. Buchmann sagte: "Für mich wird es sehr schwer, weil die Etappe morgen am Ende relativ einfach ist." (dpa)

Mehr zum Thema Sport