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Dänemark sagt Parallelgesellschaften den Kampf an

Am Donnerstag präsentierten Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen und Minister seiner Regierung ein 22 Punkte umfassendes Maßnahmenpaket.

© dpa

Kopenhagen. Die dänische Regierung will massiv gegen Parallelgesellschaften vorgehen.

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Am Donnerstag präsentierten Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen und zahlreiche Minister seiner Regierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket, mit dem verhindert werden soll, dass allzu viele Menschen mit Migrationshintergrund an einem Ort leben.

„Wenn Sie hier aufwachsen, haben Sie weniger Chancen im Leben, als wenn Sie woanders aufwachsen“, sagte Løkke Rasmussen bei der Pressekonferenz im Kopenhagener Mjølnerparken, eines der betroffenen Gebiete. „Die Ghettos müssen weg.“

Das Paket beinhaltet 22 Punkte. Unter anderem sollen kriminelle Vergehen in bestimmten Stadtteilen härter bestraft werden können als anderswo. Wer in den sogenannten Ghettos wegen Vandalismus, Drogenhandel, Einbruch oder Bedrohung gefasst wird, soll doppelt hart bestraft werden können. Einwandererfamilien will man zwingen, ihre Kinder in die Tagesbetreuung zu geben. Sprachtests sollen sicherstellen, dass sie Dänisch lernen. Außerdem will die Regierung den Zuzug in bestimmte Gebiete stärker regeln. Menschen, die Integrationsleistungen beziehen, dürfen nicht dorthin ziehen. Auch der Abriss von ganzen Gebäudekomplexen ist Teil der Maßnahme.

Für die Umsetzung der Vorschläge braucht die Regierung aus Konservativen und Liberalen die Unterstützung der Sozialdemokraten. (dpa)