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Dahlmeier stolz auf Neuner-Vergleich

Gemeinsam sind die deutschen Biathlon-Männer stark: Im ersten Staffelrennen der Saison gab es den ersten Podestplatz. Laura Dahlmeier freilich überstrahlt alles.

© dpa

Pokljuka. Prompt kam der Vergleich mit Magdalena Neuner - und Laura Dahlmeier war nach ihrem Pokljula-Coup stolz darauf. „Es ist unheimlich schön, dass er kommt, dass er so früh kommt. So ein Vergleich ist eine Ehre für mich. Magdalena war eine großartige Sportlerin, die erfolgreichste Biathletin. Für mich ist sie immer ein großes Vorbild“, sagte die Weltcup-Spitzenreiterin und fügte an: „Aber wir sind zwei total unterschiedliche Menschen.“

Rekordweltmeisterin Neuner hat 34 Weltcup-Siege geschafft, zehn hat die zweimalige Weltmeisterin Dahlmeier nun. In Slowenien gewann die 23-Jährige zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Sprint- und einen Verfolgungswettkampf hintereinander. „Da zeigt man, dass man keine Eintagsfliege ist“, sagte sie.

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Neben Neuner ist der Franzose Martin Fourcade ein weiteres großes Vorbild für die neue deutsche Biathlon-Königin. „Es ist mein ganz großes Ziel, dass ich irgendwann ähnliche Erfolge habe wie Martin“, sagte sie. Der Franzose, schwärmte sie, sei aktuell der „beeindruckendste Biathlet.“ Immer dann, wenn die Weltcup-Spitzenreiterin ihre momentane Erfolgssträhne als „unwirklich“ empfindet, denkt sie an den zehnmalige Weltmeister. „Dann merkt man, dass es doch möglich ist, wenn man nur dran glaubt.“

„Fourcade ist noch mal stärker geworden“, befand Simon Schempp. Der Schwabe sicherte am Sonntag als Schlussläufer der Männer-Staffel Rang drei hinter Frankreich und Russland. Der eigentlich als Herausforderer des fünfmaligen Gesamtweltcup-Siegers Fourcade gehandelte Schempp (Verfolgung/5. und Sprint/6.) liegt in der Gesamtwertung als Neunter schon 158 Punkte zurück. „Aber es geht aufwärts“, sagte er.

Während in Slowenien für die DSV-Männer kein Einzel-Podest heraussprang, überzeugten sie auch ohne den geschonten Arnd Peifffer über die 4x7,5 Kilometer. „Gleich im ersten Rennen auf das Podest, das ist doch super“, sagte Schempp. In Pokljuka gab Matthias Dorfer ein vielbeachtetes Debüt, in Östersund war Roman Rees im Weltcup-Team dabei gewesen. Auf Daniel Böhm wird Bundestrainer Mark Kirchner künftig verzichten müssen. Der Staffel-Weltmeister und Olympia-Zweite beendete seine Biathlon-Karriere.

Der Bundestrainer hat bereits mit dem Casting begonnen, um das Kernteam mit Schempp, Erik Lesser (Gesamt: Achter), Arnd Peiffer (Sechster) und Benedikt Doll (19.) zu vergrößern. „Eines der Hauptziele wird sein, dass wir die Mannschaft mit Ersatzleuten versehen, die jederzeit einspringen können“, sagte Kirchner.

Ganz anders sieht es bei den Damen aus. Die für die erkrankte Franziska Preuß in die Mannschaft gerückte Ex-Langläuferin Denise Herrmann hat mit ihren guten Leistungen (Sprint: 18/Verfolgung: 21) den Konkurrenzkampf verschärft. Weil auch Miriam Gössner als Sprint-Zehnte wieder eine ansprechende Leistung bot, hat Bundestrainer Gerald Hönig vor den letzten Rennen des Jahres von Donnerstag an in Nove Mesto die Qual der Wahl.

Dahlmeier will in Tschechien ihren Vorsprung von momentan 69 Punkten in der Weltcup-Gesamtwertung auf die Finnin Kaisa Mäkärainen weiter vergrößern. „Wenn’s läuft, dann läuft’s“, sagte sie. Die Bayerin freut sich darauf, erst einmal nicht mehr zu den Wettkämpfen fliegen zu müssen. „Ich bin heilfroh, dass wir bis Ende Februar mit dem Auto fahren können. Da lege ich eine gute Musi auf. Am liebsten mit Dialekt, um gute Stimmung zu verbreiten.“ (dpa)