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Damhirsch ist verschwunden

Dass das Tier aus dem Gehege in Lauenstein allein überleben kann, ist unwahrscheinlich.

© Klaus-Dietzer Brühl

Lauenstein. In den letzten Tagen hat Frank Gössel noch gehofft, dass er den ausgebüxten Damhirsch des Lauensteiner Geheges irgendwie doch noch einfangen kann. Nun hat er die Hoffnung begraben. „Seit drei Tagen fehlt vom Hirsch jede Spur“, sagt der Leiter des Wildparks Osterzgebirge. Der Hirsch sei weder am Gehege noch am Stadtbad Lauenstein gesehen worden. Dort hatte er sich zuletzt immer wieder aufgehalten.

Gössel wollte ihn am Bad einfangen. Der Hirsch sollte immer zu einer bestimmten Zeit Futter bekommen. Die Chancen, dass das Tier dieses Angebot auch nutzt, seien groß gewesen. Denn der Winterwald gibt derzeit nicht viel Nahrung her. Gössel ging davon aus, dass die Fütterung zu einem Ritual wird. Hätte sich das eingestellt, hätte er einen in Tharandt lebenden Jäger beauftragt, den Hirsch mit einem Injektionsgewehr zu betäuben. Anschließend hätte man das Tier ins Gehege unterhalb des Lauensteiner Schlosses zurückgebracht.

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Der Zaun des Geheges wurde in den letzten Wochen an unterschiedlichen Stellen mehrmals gewaltsam geöffnet. Am 19. Dezember nutzte der Hirsch die Chance und verließ das Gehege. Dessen Überlebenschancen bewertete Gössel als gering, da der Hirsch im Wildpark groß geworden war und dort von Menschen gefüttert wurde. Wer das Gehege geöffnet hat, ist unklar. Die Polizei hat ihre Ermittlungen gegen unbekannt aufgenommen. (SZ/mb)