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Döbeln

Damit die Schüler nicht mehr schwitzen

Der derzeitige Sonnenschutz reicht nicht aus. Die Räume der neuen Ostrauer Grundschule heizen sich stark auf.

Den ganzen Vormittag, bis in den Nachmittag hinein ist das Obergeschoss der Grundschule der Sonne ausgesetzt. Dadurch heizen sich die Räume auf. Das soll sich ändern.
Den ganzen Vormittag, bis in den Nachmittag hinein ist das Obergeschoss der Grundschule der Sonne ausgesetzt. Dadurch heizen sich die Räume auf. Das soll sich ändern. © Dietmar Thomas

Ostrau. Es war gut gedacht. Die neue Ostrauer Grundschule wurde so gebaut, dass die Räume, in denen sich die Mädchen und Jungen am meisten aufhalten, nach Süden ausgerichtet sind.

Große Fenster sorgen für viel Licht in den Zimmern. Aber nicht nur das. Trotz Wärmeschutzverglasung, Vordach und Innenjalousien heizen sich die Räume auf. Letztere wirken nur als Blendschutz. Aber sie halten die Wärme nicht draußen. 

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Das betrifft besonders die Klassenzimmer und die für den Ganztagsunterricht im Obergeschoss. „Die Hälfte der Räume bekommt schon ab Sonnenaufgang Sonne. Dort ist es unerträglich warm. 30 bis 34 Grad sind keine Seltenheit“, sagt Schulleiterin Angela Jurczyk.

Deshalb haben sich die Ostrauer Gemeinderäte entschieden, nachzurüsten. Das stellte sich allerdings als problematisch heraus. Denn die herkömmlichen Außenjalousien, die es im Untergeschoss gibt, können oben nicht montiert werden, ohne die Dämmschicht der Holzkonstruktion zu durchbohren. Deshalb zog die Verwaltung mittlere Raffstores und Textilrollos als Sonnen- und Wärmeschutz in Betracht. Allerdings sind die Raffstores sehr windanfällig.

Deshalb entschieden sich die Gemeinderäte für die textile Sonnenschutzanlage, die an allen Fenstern des Obergeschosses installiert werden soll. Das Öffnen und Schließen der Außenrollos ist für jeden Raum einzeln per Funksteuerung möglich.

Gemeinsam mit der Schulleiterin hat sich die Verwaltung für die Farbe Nussbraun entschieden. Sie passt zum dunklen Farbton des Obergeschosses der Schule und hat eine gute Sonnenschutzwirkung.

Gemeinderat Ralf Vogt monierte, dass bereits während der Schulplanung über den Sonnenschutz diskutiert worden sei. Dass dieser im Obergeschoss nicht nötig ist, sei „eine fehlgeleitete Aussage des Planers gewesen.“ Trotzdem entschieden sich die Räte einstimmig für die Nachrüstung.

Die übernehmen für insgesamt rund 26 000 Euro die Firmen Mahrenholz aus Ostrau und Elektro-Schüller aus Zschaitz. Wenn es die Auftragsbücher der Unternehmen zulassen, sollen die Arbeiten in den Sommerferien erfolgen, so dass die Kinder ab dem neuen Schuljahr in kühlen Räumen lernen. „Wir wären überglücklich, wenn das klappt“, so Angela Jurczyk.

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