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Damit es nicht mehr in die Turnhalle tropft

Die SG Neudorf will einen Teil des Daches instand setzen. Aber allein kann sie das nötige Geld nicht aufbringen.

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© Dietmar Thomas

Von Cathrin Reichelt

Ebersbach. Eigentlich dachten die Sportler der SG Neudorf, sie hätten das Problem gelöst. Doch so einfach war es dann doch nicht. Im Zusammenhang mit der Sanierung des Sanitärbereiches in der Sporthalle in Ebersbach „haben wir die Decken geöffnet und Feuchtigkeit festgestellt“, erklärt Thomas Händler von der SG Neudorf den Ebersbacher Ortschaftsräten. In Eigenleistung haben die Sportler die Schäden repariert. Außerdem wurden die Außenwände des Bereiches beplankt und neue Sanitäranlagen installiert.

Die Hitze im Sommer habe dem Dach aber zugesetzt. „Es sind immer mehr Risse entstanden“, so Händler. Selbst das Runterschneiden der benachbarten Bäume, damit die Halle mehr Licht und Luft bekommt, habe nichts gebracht. Danach haben die Sportler einen Fachmann zurate gezogen. Für den alten Teil des Gebäudes schätzt er die Sanierungskosten auf rund 10 000 Euro. Der Bereich, der am dringlichsten in Ordnung gebracht werden müsse, sei die Nordseite. Die zu sanierende Fläche sei etwa 115  Quadratmeter groß. „Mit Eigenleistung und Sponsoren blieben rund 6 000  Euro, die wir aufbringen müssten“, so Händler. Entstehen soll dafür ein Bitumendach im Drei-Lagen-System, ähnlich dem alten Dach. Das sei seit etwa 25 Jahren auf der Halle. Ziel sei es, dass auch das neue Dach so lange hält.

Weil auch die 6 000 Euro ein zu großer Brocken für die SG Neudorf ist, bitten die Sportler die Ebersbacher um einen Zuschuss in Höhe von 2 500 Euro. Die Ortschaftsräte sind sich schnell einig. Und einer bringt es auf den Punkt: „Die Halle und die SG Neudorf sind ein Zugpferd für unseren Ort.“ Die Entscheidung fällt einstimmig für die Förderung des Vorhabens aus.

Schon seit einigen Jahren kümmert sich die SG Neudorf um die Sanierung der 1978 gebauten Halle. Für die hat der Sportverein mit der Stadt Döbeln einen Erbpachtvertrag, der zurzeit bis zum Jahr 2038 läuft.

In der Halle wurden bereits die Türen und Fenster gewechselt. Letztere sind auch im Sozialtrakt neu. Zuletzt wurden zwei Duschräume und eine Toilette modernisiert. Der Zugang ist jetzt schwellenlos und damit behindertengerecht. Eine neue Heizung, die durch Sonnenkollektoren unterstützt wird, sorgt nicht nur für angenehme Temperaturen in der Halle, sondern auch für warmes Wasser. In Ebersbach trainieren täglich mehrere Sport- und Freizeitgruppen. Auch die Kita Zwergenstübchen nutzt sie regelmäßig.

Seit knapp zwei Jahren gibt es auch einen zweiten Eingang zum Sanitärtrakt. Dadurch können die Toiletten bei Veranstaltungen im Außenbereich genutzt werden, ohne dass die Leute erst durch die Umkleidekabinen laufen müssen. Das verringere den Reinigungsaufwand für den Verein.

Der neue Bolzplatz ist mittlerweile voll im Dorfleben integriert. Dort toben sich nicht nur die Kinder und Jugendlichen aus Ebersbach aus. Der Platz ist auch immer wieder Mittelpunkt von Festen. Zuletzt wurde dort die von mehreren Vereinen organisierte Winterparty gefeiert.