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Damit Lernen ein Kinderspiel ist

Die Bibliothek hat mit Geld aus der Charlotte-Weiß-Stiftung ihren tiptoi-Bestand aufgestockt. Die Reihe ist bei Familien beliebt.

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© Dietmar Thomas

Von Heike Heisig

Leisnig. Dieter Fleck und Eckehart Klotsche, zwei Herren im Rentenalter, haben am Mittwoch in Dutzende strahlende Kinderaugen geschaut. Die Mädchen und Jungen, allesamt aus der Kita Sonnenschein am Bahnhofsweg, standen um einen Tisch in der Bibliothek. Auf dem lagen ausgebreitet die neuen Errungenschaften der Ravensburger Reihe tiptoi. Das ist ein audiodigitales Lernsystem, bei dem ein Stift mit dem Nutzer spricht und ihm Dinge erklärt.

Das haben wir auch zu Hause, war von einigen Kindern zu hören. Die Reihe scheint also beliebt zu sein. Nichts anderes können die Bibliothekarinnen Konstanze Eulitz und Kerstin Otto behaupten. Eine Grundausstattung dieser Reihe hatte die Einrichtung bereits mit den im Vorjahr ausgeschütteten Zuwendungen der Charlotte-Weiß-Stiftung angeschafft. „Die Titel sind fast immer ausgeliehen“, sagte Konstanze Eulitz den Stiftungsräten Dieter Fleck und Eckehart Klotsche. Dasselbe treffe auf die Stifte zu. Die benötigen die Kinder, um spielend zu lernen. „Die 17 Bücher und fünf Spiele, die wir jetzt vom Stiftungsgeld gekauft haben, ergänzen die Grundausstattung perfekt“, so Konstanze Eulitz.

Die Titel sind für Vorschulkinder sowie Erst- und Zweitklässler geeignet. Es geht um die ersten Zahlen und Buschstaben, aber auch darum, wie es im Weltraum aussieht, was auf einem Flughafen passiert, was sich im Straßenverkehr und auf der Schiene abspielt und um die Tiere Afrikas. Sogar einen Weltatlas gibt es in dieser Form und vielleicht das erste Fremdsprachenbuch – in Englisch. Wir spielen Schule, lautet eine Aufforderung in der tiptoi-Spieleabteilung. Rund um die Uhr heißt ein anderes Spiel. Auch ein Memory gibt es.

Mit den Neuanschaffungen steigt der Bestand dieser Reihe auf 41 Bücher und Spiele. Bei den derzeit vier Stiften soll es nicht bleiben. Kerstin Otto hat den nächsten Antrag auf Zuschuss aus der Charlotte- Weiß-Stiftung eingereicht. Wird die Bibliothek dann erneut bedacht, soll 2018 auch mindestens ein weiterer Stift gekauft werden. Die Kinder aus dem Sonnenschein würde das auf jeden Fall freuen. Bei jedem ihrer Besuche in der Bibliothek stöbern sie im tiptoi-Fundus. Auch darüber hinaus nutzen sie diese Reihe.

Anträge auf Zuwendungen aus der Charlotte-Weiß-Stiftung im April 2018 können noch bis Jahresende bei Karin Hollmann im Sekretariat des Bürgermeisters im Leisniger Rathaus abgegeben werden. Die Antragsteller müssen aus Leisnig oder den Ortsteilen kommen und sich für Kinder, Jugendliche oder Rentner, den Natur-, Tier-, Umweltschutz oder die Heimatpflege engagieren.