merken
Weißwasser

Damit sich seltene Tierarten ansiedeln 

Auf der Kippe bei Lohsa und Boxberg wurde jetzt Gestrüpp beseitigt – innerhalb eines deutsch-ukrainischen Projekts.

Mit Motorsensen und Rechen gingen die  Mitglieder des Vereins „Umwelt und Bildung“ Gestrüpp an.
Mit Motorsensen und Rechen gingen die Mitglieder des Vereins „Umwelt und Bildung“ Gestrüpp an. © Foto: Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Lohsa/Boxberg. Um Lebensraum für seltene Tierarten auf der Kippe zwischen Boxberg, Bärwalde und Lohsa zu schaffen, wurde jetzt der Unterwuchs beseitigt. Hier, wo sonst nur die Schafe der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ unter Aufsicht von Schäfer Felix Wagner und Vladislav Bosert grasen und dadurch versuchen, die Farngewächse kurz zu halten, gab es an diesem Nachmittag ein emsiges Treiben. Mitarbeiter der Naturschutzstation und Mitglieder des Vereins „Umwelt und Bildung“ mit Sitz in Frankfurt (Oder) waren beim Projekt „Gemeinsam die Kulturlandschaft erhalten“ mit Entbuschungsarbeiten beschäftigt. Mit Hilfe von Motorsensen, Harken und viel Handarbeit gingen die Helfer gegen wildwuchernden Farn, Ginster und Gestrüpp an. Die 20 Vereinsmitglieder – unter ihnen auch zehn ukrainische Bürger vom Partnerverein „Ökologischer Club Karpaten“ aus dem Biosphärenreservat der ukrainischen Karpaten „Rachiv“ – waren zuvor im Biosphärenreservat Spreewald bei Arbeiten zum Erhalt von Kulturlandschaften tätig. „Gefördert werden diese Projekte durch die Stiftung «Erinnerung–Verantwortung–Zukunft» (EVZ)“, informierte Volker Otte, Vorsitzender des Vereins „Umwelt und Bildung“ und hauptberuflich Mitarbeiter im Senckenberg-Museum Görlitz.

Anzeige
Schlossherr gesucht!
Schlossherr gesucht!

Herbst-Auktionen mit außergewöhnlichen Immobilien aus Ostsachsen

Er schaute sich vor Beginn der Arbeiten einige Tage gründlich im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft um und informierte sich über dessen Aufgaben zum Schutz der Natur.

Für die Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ kam das Angebot des Vereins, hier mit Hand anzulegen, gerade zur rechten Zeit, wie Annett Hertweck, die Leiterin der Naturschutzstation, dankbar sagte. „Wir versuchen zwar, die Fläche mit unserer Schafherde so gut wie möglich offenzuhalten, damit seltene Tiere wie Wiedehopf oder Gottesanbeterin einen Lebensraum erhalten, doch gelingt uns das mit den Tieren nicht ganz so, wie wir uns das wünschen.“ Den fleißigen Naturfreunden kamen nach zwei Stunden noch die Kinder des Feriencamps der Naturschutzstation zur Hilfe, sodass am Ende des gut vierstündigen Einsatzes eine recht große Fläche auf der Kippe freigeschnitten und damit offengehalten werden konnte. Insekten, Vögel und Wildtiere werden ideale Lebens- und Nahrungsbedingungen vorfinden.

Mehr zum Thema Weißwasser