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Dammreparatur hat Priorität

Das größte Projekt für Gleisberg ist kurzzeitig aufs Abstellgleis geraten. Trotzdem soll der Bau des Festplatzes 2016 noch starten.

© Symbolfoto/dpa

Von Heike Heisig

Gleisberg/Niederstriegis. Die Ortschaftsräte haben jetzt zusammengetragen, welchen Finanzbedarf sie für das laufende Haushaltjahr haben. Im Frühjahr soll der Etat beschlossen werden. Dass es noch keinen bestätigten Haushaltplan 2016 gibt, ist einer der Gründe, weshalb das größte Gleisberger Projekt nicht im ersten Anlauf ins Leader-Förderprogramm des Klosterbezirkes Altzella „rutschen“ kann. Denn die ersten Anträge dafür werden nur bis Freitag vom Regionalmanagement angenommen.

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Ortsvorsteher Bernd Handschack nennt noch einen zweiten Grund, weshalb dieser Termin nicht gehalten werden kann. Der stellvertretende Bauamtsleiter Matthias Lange konnte die Unterlagen aufgrund von Krankheit nicht vollständig ausfüllen. Noch im Dezember hatte die Kommune Planer gesucht, die sich der Gestaltung eines Gemeinschaftsplatzes für Gleisberg stellen. „Dafür gab es auch Bewerber“, informierte Handschack die Ortschaftsräte.

Der Eigenanteil liegt lange bereit

Ziel sei nun, den Förderantrag für den Platz in der nächsten Annahmerunde von Anträgen unterzubringen. Bis dahin seien die Unterlagen vollständig und der Haushalt bestätigt, hofft der Ortsvorsteher. Der Zeitraum, wann in einer zweiten Zeitschiene Anträge eingereicht werden können, steht im Moment noch nicht fest. Die Gleisberger jedenfalls wünschen sich, dass der Baustart dann immer noch in diesem Jahr sein kann. Schon seit mehreren Jahren sind sie an diesem Projekt dran, steht dafür auch schon der Eigenanteil in Höhe von 37 000 Euro zur Verfügung.

Dieser Platz, auf dem die Dorfgemeinschaft zusammenkommen und sich auch einmal Nachbarn einladen kann, ist für die Gleisberger am wichtigsten. Aber es gibt noch einige weitere Punkte auf der Liste, die aus ihrer Sicht 2016 abzuarbeiten ist. So sei die Sanierung des Fußweges zwischen dem Abzweig Hauptstraße bis zu den Friedhofstreppen notwenig. Die Wetterwitzer Dorfstraße muss nach der Verlegung des Abwasserkanals eine neue Asphaltdecke bekommen. Im Hausanschlussraum des Feuerwehrgerätehauses Gleisberg macht sich eine Überarbeitung der Stromverkabelung erforderlich. Und noch einmal auf der Wunschliste steht eine Holzsitzgruppe für die Kita in Gleisberg. Die alte ist schon länger nicht mehr zu gebrauchen. Für einen Ersatz hat der Kommune aber schon 2015 das Geld gefehlt, wie der Ortsvorsteher in seinem kleinen Jahresrückblick bemerkte.

Stolz auf Ehrenbürgerin

In diesem erinnerte er an die Neueröffnung der Bibliothek im Reiterhof Lindner und, dass die Feuerwehr ein neues Fahrzeug erhalten hat, an den Einsatz der Sportler bei der Tribünenüberdachung und die Beteiligung vieler am Schul- und Heimatfest in Roßwein. „Außerdem sind wir sehr stolz darauf, dass unsere Helga Frankenstein zur Ehrenbürgerin von Roßwein ernannt worden ist“, so der Ortsvorsteher.

Die Ortschaftsräte von Niederstriegis sind sich einig, das Haushaltgeld in erster Linie für die Reparatur des Dammes bereitgestellt werden sollte. Das Stauwerk in Otzdorf war vor fast genau vier Jahren gebrochen. Seitdem geht es um die Wiederherstellung. Inzwischen gibt es dafür sogar eine Baugenehmigung. Um Fördergeld beantragen zu können, bedarf es einer Kosten-Nutzen-Rechung und hierfür wiederum umfangreicher Vermessungen. Diese haben die Stadträte noch Ende vergangenen Jahres in Auftrag gegeben. Wann die Rechnung aufgemacht ist, dazu gibt es noch keine Informationen.

Des Weiteren wünschen sich die Ortschaftsräte, dass die Kita in Niederstriegis attraktiver wird. Sie ist eine der größten Einrichtungen der Stadt. Doch das Freigelände lässt nach Meinung der Räte zu wünschen übrig. Außerdem ist ein Erweiterungsbau nötig. Das Geld hierfür soll ebenfalls aus dem Leader-Förderprogramm beantragt werden.