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Dampfmaschinenverein mit neuem Projekt

Eine zweite Dampfmaschine soll wieder in Gang kommen. Dafür fehlen noch Helfer.

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© André Braun

Von Helene Krause

Roßwein. Motorenlärm und das Surren von Riemen tönen durch die Räume. Es riecht nach Motorenöl und Schmierfett. Um das Modell einer sächsischen Maschinenfabrik um 1900 drängen sich Besucher. Der Dampfmaschinenverein Roßwein feiert sein alljährliches Dampfmaschinenfest.

Schon seit 2006 ist Enrico Korthe Mitglied im Dampfmaschinenverein. „Ich erfuhr von dem Aufruf, dass Mitglieder gesucht werden“, sagt er. Im Verein ist er für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und betreut die Internetseite. Seine Familie unterstützt ihn dabei. „Meine Frau hilft bei den Events mit“, erzählt er.

Die alten Maschinen wieder in Gang zu bringen, kostet allerhand Arbeit und Mühe. Sie werden auseinandergebaut, gesäubert, aufgearbeitet und neu zusammengesetzt. Oft sind Teile defekt oder sie fehlen ganz. Dann hören sich die Mitglieder des Dampfmaschinenvereins bei Besuchern, Freunden und Bekannten um, wo solch ein Teil zu finden ist. Manchmal müssen die Freunde der Dampfmaschine auch Gewinde neu schneiden oder ganze Teile selber neu herstellen. Um das alles ordnungsgemäß zu tun, verfügt der Verein über Maschinenschlosser, Mechaniker und Feinmechaniker sowie Ingenieure. Alle geben ihr Bestes. Trotzdem suchen die Dampfmaschinenfreunde noch Mitglieder. „Mehr Mitglieder sind wichtig, um unser neues Projekt zum Laufen zu bringen“, meint Enrico Korthe. Mit dem neuen Projekt meint er eine zweite Dampfmaschine. Diese hat der Verein erst kürzlich geschenkt bekommen. Sie stammt von Frieder Pfand aus der Lengenfelder Textilveredelungsfirma. „Wir erhielten einen Anruf vom Bürger meister von Lengenfeld“, erzählt Korthe. „Der bot uns die Maschine an.“ Mit Hilfe der Vereinsmitglieder und Sponsoren wurde die Dampfmaschine nach Roßwein geholt.