merken

Darauf ’ne Gerti

Das Theater hat jetzt seine eigene Limo. Bei der Premiere von Priber darf gekostet werden.

Von Elke Schmidt

Es war ein spontaner Gedanke, sagt Silvio Thamm. Als der Zittauer Anfang des Jahres beim Stöbern im Internet zufällig den Namenswettbewerb für eine Limonade für die Gastronomie des Theaters las, sei ihm sofort „Gerti“ eingefallen. Dieser Name schien ihm angesichts des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau der passendste zu sein. Ein anderer sei ihm für das neue Sommergetränk nicht in den Sinn gekommen. Und weil die Idee einmal da war, reichte er den Vorschlag auch gleich ein.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

© SZ Thomas Eichler

Wie er machten es über 50 weitere Teilnehmer. Zusammen kamen sie auf mehr als 80 Vorschläge, sagt Sophie Brückner, die Presse- und Onlinereferentin des Theaters. Die Idee für eine eigene Theaterlimo sei innerhalb des Marketing-Teams entstanden, erzählt sie. Die Theatergastronomie sei sowohl in Zittau als auch in Görlitz sehr beliebt und das Team wollte das Publikum mit etwas Kreativem überraschen.

Weil sie die Zuschauer von Beginn an einbinden wollten, riefen sie den Namenswettbewerb aus und freuen sich sehr über die positive Resonanz. Einfach sei die Auswahl aus den vielen Vorschlägen nicht gewesen, aber schließlich habe man sich für „Gerti“ entschieden. Silvio Thamm hatte auch gleich einen passenden Slogan parat gehabt, nämlich: „Ganz klarer Fall: Wenn’s im Sommer heiß wird – erst mal eine eisgekühlte Gerti!“ Silvio Thamm war zur Namensverkündung und Vorstellung der Limo beim Open-Air-Theater im Görlitzer Stadthallengarten eingeladen und bekam dort für diesen kreativen Einfall einen Theatergutschein und seine persönliche Ration der neuen Limonade. Natürlich habe er davon schon gekostet, sagt er. Der Geschmack sei ein Mix von Malz und Zitrone und im ersten Moment zwar ungewohnt, aber dann zunehmend lecker. Hergestellt wird die Brause von Menschel-Limo in Hainewalde. Stefan Kubitz, der dort für den Vertrieb und das Marketing zuständig ist, berichtet, dass seine Firma bei den theaterhausinternen Verkostungen nur wenige Geschmacksrichtungen vorstellte.

Sie sollte sich deutlich von den vielen Sorten, die sie schon im Programm haben, unterscheiden und gleichzeitig nicht zu exotisch sein. Schließlich soll sie möglichst vielen Menschen schmecken. Mit dem Mix Malz-Zitrone lagen sie offenbar genau richtig. Das sahen die Theaterleute genauso, bei denen sich diese Kombination als die beliebteste herausstellte. Auch der Symbolgehalt passe zu ihrem Haus, erklärt Sophie Brückner. Malz sei ein traditioneller Stoff, Zitrone stehe für etwas Modernes und genau das bieten sie ihrem Publikum auch auf der Bühne, indem sie sowohl klassische Stücke wie auch moderne Stoffe zeigen.

Das Interesse der Menschen an der neuen Limo sei groß. Es habe bereits zahlreiche Nachfragen dazu gegeben. Die Wahl des Herstellers fiel auf ein regionales Unternehmen, weil das Gerhart-Hauptmann-Theater immer bestrebt sei, Firmen aus der Umgebung zu unterstützen. Die Firma übernimmt die gesamte Herstellung des Getränks. Einzige Ausnahme ist das Etikett für die Flaschen, das theaterintern gestaltet wurde. Die Zeichnungen von den Theaterhäusern in Zittau und Görlitz, die darauf zu sehen sind, fertigte der Schauspieler Marc Schützenhofer an.

Die Limonade war bereits zum Sommertheater im Stadthallengarten Görlitz erhältlich und zur Premiere des Stückes „Die Legende des Priber“ am Sonnabend auf der Waldbühne Jonsdorf wird es für die Zuschauer eine Verkostung geben.