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Darum war Mutzes letzte Ratssitzung anders

Unaufgeregt geht die Amtszeit des Bürgermeisters von Bad Gottleuba-Berggießhübel zu Ende. Er selbst wird überrascht.

Thomas Mutze (54) ist seit 2005 und noch bis zum 28. Februar Bürgermeister von Bad Gottleuba-Berggießhübel.
Thomas Mutze (54) ist seit 2005 und noch bis zum 28. Februar Bürgermeister von Bad Gottleuba-Berggießhübel. © Archiv: D. Förster

Bis 28. Februar, 24 Uhr, ist Thomas Mutze noch Bürgermeister von Bad Gottleuba-Berggießhübel. Dann gibt er das Amt nach 14 Jahren an seinen Nachfolger Christian Walter ab. Für Mutze war die Stadtratssitzung am Donnerstag die letzte als Bürgermeister, für Walter die letzte als Verwaltungsleiter, und sie war eine noch aus anderen Gründen besondere.

Erste Besonderheit

So viele Gäste wie Stadträte: Das hat es in den beiden Amtszeiten von Mutze als Bürgermeister von Bad Gottleuba-Berggießhübel nicht gegeben. Der Rat war am Donnerstag vor allem wegen Krankheit auf neun Mitglieder geschrumpft. Genau so viele Einwohner waren gekommen.

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Zweite Besonderheit

Der Haushalt für dieses Jahr wurde aufgrund der nur neun anwesenden Räte, von denen sich zwei enthielten und einer dagegen stimmte, mit so wenigen Stimmen wie noch nie beschlossen. Das ändert aber nichts daran, dass damit nun wichtige Vorhaben umgesetzt werden können. Dazu zählen die Sanierung der Kirchbergbrücke und der Breitbandausbau.

Dritte Besonderheit

Am Ende der Sitzung wurde das gemacht, was man schon zu Beginn erwartete: Es gab ein Dankeschön an Mutze. Die Linken zogen ein kleines Resümee. In den letzten Monaten sei oft zu hören gewesen, wie schlecht der Bürgermeister seinen Job getan hätte. Dem trat Linken-Fraktionschef Lothar Seifert noch einmal entgegen. Er zählte einige Beispiele auf, was in den letzten Jahren geschafft wurde: die Oberschule saniert, die Feuerwehren besser ausgestattet, Straßen instandgesetzt.

Auch Fehler seien gemacht worden, sagt Seifert und nennt den Verkauf der „plötzlich historisch sehr wertvollen Sandsteinfiguren vier Jahreszeiten.“ Aber auch diese Situation habe Mutze zur Zufriedenheit aller gemeistert. Die Linken wünschen Mutze „noch ein paar schöne, etwas ruhigere und erfüllte Arbeitsjahre“. Auch Bernhard Mäke, Chef der SV Medizin Gottleuba, bedankte sich bei Mutze. „Sie hatten ein Riesenaufgabengebiet, das sie toll gemacht haben.“ Mutze war sichtlich beeindruckt. „Das ist auch mal schön zu hören.“ (SZ/sab)

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