merken

Leipzig

Leipzig soll 365-Euro-Ticket bekommen

Die Einführung des 365-Euro-Tickets steht in Leipzig nun im Nahverkehrsplan. Doch dafür ist Geld aus dem Bundesverkehrsministerium nötig.

© dpa

Leipzig. Die Einführung eines 365-Euro-Tickets für Leipzig rückt näher. Der Leipziger Stadtrat beschloss am Mittwoch, ein Jahresticket für einen Euro pro Tag in die zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplans aufzunehmen. 52 Räte stimmten dafür, einer dagegen und acht enthielten sich. Vor der Abstimmung diskutierten die Stadträte über Perspektiven für den Nahverkehr. Ziel des Plans ist es, die Fahrgastzahlen in Leipziger Bussen und Bahnen von 156 Millionen auf 185 Millionen pro Jahr bis 2024 zu steigern.

"Das alles kostet unglaublich viel Geld", sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) nach der Abstimmung. "Das wird nur gelingen, wenn der Bund zu seinen Fördermitteln steht, wenn das Land zu seinen Fördermitteln steht", so der Stadtchef.

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Für die Einführung des Jahrestickets für einen Euro pro Tag hofft Jung auf eine Förderung des Bundes für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). In den im September beschlossenen Eckpunkten des Klimapakets heißt es: "Die Bundesregierung wird zusätzlich 10 Modellprojekte zur Stärkung der ÖPNV unterstützen, zum Beispiel die Einführung von 365 Euro Jahrestickets."

In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vom 27. September, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, bekundete Jung "nachdrückliches Interesse" Leipzigs an der Aufnahme als Modellprojekt. In einem Antwortschreiben des Ministeriums von Ende Oktober hieß es, dass zunächst entsprechende Rahmenbedingungen erarbeitet würden. Wenn diese vorliegen, könnten Kommunen Vorhaben einbringen.

Im Mai 2019 hatte der Leipziger Stadtrat entschieden, dass die Stadtverwaltung ein Konzept für die Einführung eines 365-Euro-Tickets erarbeiten soll. Dieses muss im ersten Quartal 2020 vorgelegt werden. (dpa)

>> Abonnieren Sie den täglichen Newsletter "Politik in Sachsen - Die Morgenlage". Damit sind Sie immer bestens über das Geschehen in Sachsen informiert.<<