merken

Kommentar: Das Auf und Ab der Spritpreise

Steffen Gerhardt über den Wechsel an der Nieskyer Tankstelle.

Seit diesen Monat hat die Nieskyer Total-Tankstelle einen neuen Pächter. Bernd Hildebrandt heißt er und er übernimmt die Geschäfte von Andreas Göppert, der in den Ruhestand tritt. Was sich auf keinen Fall ändern wird, ist das ständige Auf und Ab der Preise für Benzin und Diesel. Ein deutsches Phänomen, das Kraftfahrer, aber auch Tankstellenbetreibern so recht nicht durchschauen. Vor allem, wenn die Preise mehrmals am Tag steigen und wieder fallen.

Dabei sind es nicht die Tankwarte, die an den Anzeigetafeln die Zahlen drehen, sondern die Mineralölgesellschaften selbst, die die Preise gestalten und ihren Pächtern vorgeben. Nur bekommen die Tankwarte zuerst den Unmut der Kraftfahrer zu spüren, wenn der Literpreis mal wieder in die Höhe schießt. Im Grunde haben sie aber nichts davon, wenn der Kraftstoff teurer ist. Im Gegenteil. Ihr Verdienst ist geringer, weil weniger Kraftfahrer tanken fahren. Die Erklärung haben die beiden Nieskyer Pächter parat: Sie bekommen seit Jahren eine unveränderte, feste Provision für einen Liter Kraftstoff. Ganz gleich, wie viel er an der Zapfsäule kostet. Meckern nun noch die Kunden über die Preise, sind die Leute von der Tanke gleich zweimal bestraft für Dinge, auf die sie keinen Einfluss haben.

Anzeige
Wir sind Meister. Wir können das. 

33 Frauen und 242 Männer sind unter den frisch gebackenen Meisterabsolventen der Handwerkskammer Dresden und damit Aushängeschild der „Wirtschaftsmacht von nebenan“.

Mail an den Autor