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Das Blaue Haus am Carolaplatz fällt

Im Oktober beginnt der Abriss des Bürogebäudes. Erst einmal entstehen Parkplätze für das Regierungsviertel.

Der Carolaplatz in der Inneren Neustadt bekommt ein neues Aussehen. Ab Oktober reißt der Freistaat das sogenannte Blaue Haus für zwei Millionen Euro ab. Bis spätestens Mitte des kommenden Jahres soll der Zehngeschosser komplett verschwunden sein.

Das teilte der Sprecher des Finanzministeriums, Stephan Gößl, mit. Das Ministerium verwaltet die Liegenschaften des Freistaats. In dem Gebäude war zuletzt die Polizeidirektion Oberes Elbtal/Osterzgebirge untergebracht. Nach der Fertigstellung des Polizeizentrums an der Stauffenbergallee im vergangenen November (die SZ berichtete) stand das Gebäude leer. Derzeit werden noch einige technische Anlagen der Polizei entfernt.

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Der eigentliche Abriss des Blauen Hauses soll nach Angaben des Freistaats im Oktober beginnen. Bis Jahresende wird das Gebäude entkernt. Unter anderem sollen dabei auch schadstoffhaltige Bauteile entfernt werden. Ab dem kommenden Jahr wird das Hochhaus dann abgerissen.

Noch keine Pläne für Neubau

Wegen der dichten Bebauung um das Blaue Haus und der Albertstraße vor der Tür wird der Zehngeschosser vorsichtig Schicht für Schicht fallen. Erst in den unteren Stockwerken wird schweres Gerät eingesetzt, teilte Gößl mit. Ein Gerüst soll umliegende Häuser, Autos und Fußgänger vor herabfallenden Gebäudeteilen und Schmutz schützen.

Der Abriss endet in sieben Metern Tiefe bei den Gebäudefundamenten des Blauen Hauses. Anschließend wird das Loch wieder aufgefüllt. Das Grundstück soll nach den Vorstellungen des Freistaats irgendwann wieder bebaut werden. Ein Verkauf der Fläche an Investoren sei nicht geplant, teilte Gößl mit.

Konkrete Pläne für eine Neubebauung gibt es allerdings auch noch nicht. Fest steht nur: Der Neubau wird kein Hochhaus sein. Das ist das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs von Stadt und Land zur Umgestaltung des Carolaplatzes.

Zwischenzeitlich soll das frei gewordene Grundstück ab Ende des kommenden Jahres das Parkplatzproblem im Regierungsviertel lösen. Für die Mitarbeiter der Ministerien werden im Karree zwischen der Albertstraße, Wilhelm-Buck-Straße, Archivstraße und Erich-Ponto-Straße Stellplätze eingerichtet. „Die Freifläche soll in diesem Zusammenhang befestigt und zum Teil begrünt werden“, sagte Gößl.

Die Stadt will den Abriss des Blauen Hauses unterdessen für eine neue Zufahrt ins Regierungsviertel nutzen. Dazu soll die Erich-Ponto-Straße bis zur Albertstraße verlängert werden. Dazu stehen jedoch noch Gespräche mit dem Freistaat an. Eventuell könne auf den Anschluss zur Albertstraße auch verzichtet werden, teilte die Stadt mit. Dann würde die Straße nur um wenige Meter verlängert. Wann mit dem Bau begonnen wird, ist noch offen. Tobias Winzer