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Das Dippser Radladerballett

Das THW hat einen neuen Helfer. Er kann 7,5 Tonnen heben, Sand schaufeln, Bäume greifen und auch tanzen.

Radlader auf der Tanzfläche. Das Dippser THW hat ein größeres Gerät bekommen und es im Rahmen einer kleinen Show mit Musik und Nebel übernommen.
Radlader auf der Tanzfläche. Das Dippser THW hat ein größeres Gerät bekommen und es im Rahmen einer kleinen Show mit Musik und Nebel übernommen. © Foto: THW

Der Ortsverband Dippoldiswalde des Technischen Hilfswerks (THW) hat am Wochenende zum „Winterempfang mit Radladerballett“ geladen, wie sein Sprecher Michael Hahne informierte. Anlass dafür war die Übergabe eines größeren Radbaggers, den die Dippoldiswalder vom Ortsverband Dresden übernommen haben. Es ist jetzt der größte Lader im Dippoldiswalder Bestand. Die Dresdner haben dafür einen anderen Bagger bekommen.

Die ehrenamtlichen Helfer haben am Freitagabend in Dippoldiswalde eine Livepräsentation mit Musik, Lichtschau und Nebelmaschinen vorbereitet. Dort zeigten sie, was sie mit ihren drei Radladern alles können. Fernab von Katastropheneinsätzen und Hilfsaktionen konnten die Zuschauer dem auch etwas Künstlerisches abgewinnen. Wann haben sie denn sonst Gelegenheit, ein Ballett mit Radladern in Aktion zu sehen.

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Drei solche Maschinen stehen in Dippoldiswalde. Einen davon hat das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über den Helferverein de Dippoldiswalder THW zur Verfügung gestellt. Die anderen beiden sind Eigentum des Hilfswerks. Und Star des Abends war der neue riesige Lader der Firma Caterpillar. Das Fahrzeug ist Baujahr 2013. Es hat ein Einsatzgewicht von 15,3 Tonnen und verfügt über drei Anbaugeräte, teilte Hahne mit. Das Erste ist eine Palettengabel mit einer Traglast von 7,5 Tonnen. Damit kann der Riese zügig Lkws be- und entladen.

Beispielsweise besitzen die Dippoldiswalder Helfer ja eine Sandsackfabrik. Wenn die Säcke gefüllt und aufgestapelt sind, werden sie auf Lkw verladen und dorthin gefahren, wo vielleicht gerade ein Damm zu brechen droht. Je kräftiger der Lader, desto zügiger geht das Ganze vor sich.

Das zweite Gerät ist eine Mehrzweckschaufel, die auf- und zugeklappt werden kann. Damit ist es beispielsweise auch möglich, entwurzelte Bäume zu greifen und wegzuschaffen. Das dritte Gerät ist eine Volumenschaufel. Die hat etwas mehr Inhalt als die Mehrzweckschaufel und dient dazu, Schlamm, Schnee, Sand oder andere Massengüter wegzuschieben oder auch aufzuladen. Sie kann aber nicht greifen. Bisher hatten die Dippoldiswalder THW-Leute ihre Radlader beispielsweise bei Strohbränden im Einsatz, wo sie die brennenden Ballen auseinandergezogen haben, damit die Feuerwehr herankam und löschen konnte. Aber auch beim Schneeräumen, wenn der Rettungsdienst nicht mehr durchkam, halfen die blauen Radlader. Nach dem Wirbelsturm in Großenhain haben sie mitgeholfen, die Schäden zu beseitigen.

Der große Radlader alleine ist zwar stark, aber langsam. Daher bekam das THW dazu einen besonders flachen Tieflader, auf dem das Großgerät in der Regel stationiert ist und mit dem es zu seinen Einsatzorten gefahren wird. Mit dem bisherigen Tieflader wäre das Gefährt zu hoch geworden und hätte nicht mehr unter Brücken und durch Unterführungen hindurch gepasst. Nach der feierlichen Übergabe des neuen Laders klang der Abend ohne Ballett, aber mit Musik, Lagerfeuer und Verpflegung aus der Gulaschkanone aus.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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