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Bautzen

Das Ende einer unendlichen Geschichte

Der Radweg durch Bloaschütz ist schon lange geplant. Nun ist die letzte Hürde für den Bau gefallen. Doch ein Wunsch bleibt offen.

Baubürgermeisterin Juliane Naumann bekommt von Staatssekretär Stefan Brangs (2.v.r.) den Fördermittelbescheid für den Radwegbau in Bloaschütz. Ortsvorsteher Manfred Kieschnik (r.) hofft auf einen weiteren Lückenschluss. © Steffen Unger

Bautzen. Die Temperatur im einstelligen Bereich und ein kalter Wind – nicht gerade einladend für einen längeren Aufenthalt im Freien. Dennoch gab es am Donnerstagmittag am Straßenrand im Bautzener Ortsteil Bloaschütz frohe Gesichter: Denn das Geld für den Bau des Radweges ist da. Stefan Brangs (SPD), Staatssekretär im sächsischen Verkehrsministerium, übergab den Bescheid über eine reichliche halbe Million Euro Fördermittel an Bautzens Baubürgermeisterin Juliane Naumann.

Seit Jahren ist der Weg in Planung, der nicht nur das Radfahren entlang der Kamenzer Straße sicherer machen soll, sondern im Ort auch den Weg für Fußgänger zum Bus. Doch während vor zwei Jahren der Radweg außerhalb der Ortschaft, und zwar zwischen dem Gewerbegebiet Salzenforst und dem neuen Kreisverkehr am Abzweig Göda/Dreikretscham, bereits gebaut wurde, blieb innerorts alles beim Alten. „Es war viel Geduld gefragt, denn es gab einige Schwierigkeiten“, räumt Juliane Naumann ein. Und auch jetzt geht es nicht sofort los, denn nun muss erst einmal ausgeschrieben werden. Gebaut werden soll daher in der Ortslage erst im nächsten Frühjahr. Lediglich der Abschnitt zwischen dem Ort und der Einfahrt ins Gewerbegebiet kommt noch dieses Jahr dran, voraussichtlich im September/Oktober. Welche Einschränkungen während der Arbeiten zu erwarten sind, steht laut Bauamtsleiter Falko Wendler noch nicht fest, da Details zum Bauablauf erst noch geplant werden müssen. Weil der Weg außerorts separat neben der Straße verlaufen wird, dürften die Auswirkungen aber nicht allzu groß sein. Anders im nächsten Jahr, denn in der Ortslage wird der Weg direkt an die Straße angebaut. Dort soll er zudem auf der anderen Straßenseite verlaufen. Außerdem wird eine Fußgängerinsel errichtet, um zwischen den Bushaltestellen das Überqueren der Straße sicherer zu machen.

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Ende 2020 wird der Radweg dann vom Beginn der Kamenzer Straße nahe der Autobahnauffahrt Salzenforst bis zum erwähnten Kreisverkehr durchgängig sein. Doch Ortsvorsteher Manfred Kieschnik, der diesen Lückenschluss immer wieder angemahnt hat, ist noch nicht zufrieden: „Dann fehlt immer noch die Anbindung nach Bautzen.“ Denn entlang der S 106 bis zum Kreisverkehr bei Dreistern gibt es noch keinen Radweg. Dass auch diese Lücke geschlossen werden muss, „ist vollkommen unstrittig“, sagt Brangs. Wie viele Jahre es bis dahin dauern wird, dazu äußert er sich allerdings nicht.

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