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Das Ende eines Braunkohle-Kessels

Die Ewag baut ihre Heizwerke in Kamenz um. Das ist die Energie-Wende in der Stadt. Jetzt wurden Kran und Tieflader eingesetzt.

© Matthias Schumann

Kamenz. Durch die Installationsgesellschaft Dresden mbH mit Sitz Kamenz wurde am Donnerstagvormittag der insgesamt 80 Tonnen schwere Kessel, mit dem Braunkohlestaub verbrannt wurde, aus dem Heizwerk Christian-Weißmantel-Straße ausgebaut, auf einen Tieflader verladen und zur fachgerechten Entsorgung gebracht. Damit wurde die bisher bewährte Versorgungstechnik im Heizkraftwerk endgültig außer Betrieb genommen. Der Braunkohlebrennstaub aus dem einheimischen Lausitzer Kohlerevier hatte es der Ewag Kamenz ermöglicht, über mehrere Jahrzehnte eine preiswerte und zuverlässige Wärmeversorgung zu sichern. Durch die vom Bundestag beschlossene Energiepolitik ist das zukünftig in dieser Form nicht mehr möglich.

Die Bilder vom Abtransport des Heizkessels

Die Ewag erneuert deshalb bis 2019 ihre Energieerzeugungsanlagen in Kamenz. Die Heizkraftwerksstandorte Friedensstraße und Christian-Weißmantel-Straße werden umgebaut. An der Weißmantelstraße werden zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit je 1 MW, ein Erdgaskessel mit 5 MW und ein Holzpelletkessel mit 1,25 MW thermischer Leistung installiert, wobei die Holzpellets aus Kamenzer Waldflächen gewonnen werden. Damit entsteht ein besonders ökologischer Energiekreislauf. (szo)

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