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Döbeln

Das erste Endspiel

Auch wenn die Neudorf/Döbelner in Zwönitz Außenseiter sind: Nach zwei Niederlagen müssen die ersten Pluspunkte her.

Der Neudorf/Döbelner Kapitän Tobias Sperling, hier im vergangenen Spiel gegen Koweg Görlitz schon mit bandagiertem Daumen, wird Trainer Thomas Schneider in den kommenden Wochen wegen dieser Verletzung nicht zur Verfügung stehen.
Der Neudorf/Döbelner Kapitän Tobias Sperling, hier im vergangenen Spiel gegen Koweg Görlitz schon mit bandagiertem Daumen, wird Trainer Thomas Schneider in den kommenden Wochen wegen dieser Verletzung nicht zur Verfügung stehen. ©  Claudia Hübschmann

Von Harald Grotzke und Dirk Westphal

Döbeln. Die Saison ist noch jung. Dennoch stehen am dritten Spieltag bereits einige richtungweisende Spiele an, wohin sich das Pendel für die eine oder andere Mannschaft bewegen kann.

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Sachsenliga Männer

Beim Zwönitzer HSV (1./4:0) wartet auf die HSG Neudorf/Döbeln (10./0:4) eine schwierige Auswärtsaufgabe. Die Zwönitzer sind immer ein unangenehmer Spielpartner und dazu noch in heimischer Halle nur schwer zu beeindrucken. Das mussten die Muldenstädter bereits in der Vorsaison zweimal erleben. Für die Neudorf/Döbelner geht es darum, eine optimale Leistung abzurufen. Nur so kann es zum eigenen und im Kampf gegen den Abstieg wichtigen Sieg kommen. Auch wenn in der gegenwärtigen Verfassung beider Mannschaften eher mehr für die Erzgebirger spricht, haben die Neudorf/Döbelner in den vergangenen beiden Wochen gegen Spitzenteams angedeutet, dass sie mit der Konkurrenz durchaus mithalten können. Dafür müssen sie sich nun in diesem frühen ersten Endspiel mit Punkten belohnen. Allerdings hat das Verletzungspech wie im Vorjahr am zweiten Spieltag bei Tobias Sperling zugeschlagen. Der Kapitän fällt in der kommenden Wochen mit einem gebrochenen Daumen aus, was die Aufgabe nicht einfacher macht. „Wir hatten gehofft, von so etwas erst einmal verschont zu bleiben, aber jetzt hat es uns schon zeitig erwischt“, sagte HSG-Trainer Thomas Schneider und fügte an: „Unsere Möglichkeiten in Zwönitz mindert das schon etwas. Aber vielleicht schweißt es die Mannschaft ja zusammen und sie nimmt den Kampf genauso an.“

Sachsenliga Frauen

Der HC Leipzig II (4./3:1) empfängt die HSG Neudorf/Döbeln (7./2:2). Von der Ansetzung eine Spitzenpartie zwischen zwei in dieser Liga für sehr gute Handballkost stehende Teams. Die spielerisch stets stark agierende HCL-Nachwuchsmannschaft wird der HSG wieder sehr viel abverlangen. Der entscheidende Vorteil der Gäste könnte ihre körperliche Überlegenheit sein. Kann diese auch auf dem Spielfeld erreicht werden, dann ist der HSG-Auswärtssieg möglich. Das wird allerdings eine ganz schwierige Begegnung für die Schützlinge von Trainer Daniel Reddiger. „Ich erwarte ein hartes Spiel, auch weil wir nicht wissen, wie viele Spielerinnen der ersten Mannschaft bei den Gastgeberinnen eingesetzt werden“, sagte Daniel Reddiger, der auf Sandra Pohl und Stephanie Ehrenberg verzichten muss.

Verbandsliga Männer Staffel West

Der VfL Waldheim 54 (7./2:2) ist bei der HSG Freiberg II (3./4:0) zu Gast. Beide Kontrahenten trafen schon vor drei Wochen im HVS-Pokal aufeinander. Damals konnte sich Freiberg in Waldheim mit 31:29 knapp durchsetzen. Beide Mannschaften kennen den momentanen Formstand des Kontrahenten und können sich darauf schon im Vorfeld einstellen. Die Pokalpartie hat keinen spielerischen Unterschied gezeigt und es ist demnach auch in Freiberg mit einer offenen Auseinandersetzung zu rechnen. „Wir müssen sehen, was uns dort erwartet. Im Pokalspiel haben wir ohne Wechsler nur mit zwei Toren verloren. Wenn wir eine Schippe drauflegen, dann kann schon etwas gehen.“, sagte VfL-Coach René Busch.

Die HSG Rückmarsdorf (12./0:4) empfängt die HSG Neudorf/Döbeln II (8./2:2). Das wird für die Gäste sicher wieder eine viel Einsatz und enorme Leistungsbereitschaft fordernde Auswärtsbegegnung. Die Rückmarsdorfer sind zu Hause noch einen Tick stärker als in fremden Hallen und sie werden den Heimvorteil für sich ausnutzen wollen. Das darf die Neudorf/Döbelner aber nicht schrecken, denn sie sind spielerisch sicher in der Lage, dem Gastgeber Schwierigkeiten zu bereiten. Allerdings sieht es bei den Mittelsachsen sehr eng aus mit Leuten. „Es wird ein sauschweres Spiel, zumal dort kein Wachs genommen werden darf“, blickt Trainer Steffen Händler voraus.

Verbandsliga Frauen Staffel West

Beim Burgstädter HC (2./2:0) ist der VfL Waldheim 54 (12./0:2) gefordert. Die Heimpartie in der Vorwoche gegen den CHC hat trotz der knappen Niederlage gezeigt, dass die VfL-Frauen durchaus mithalten können. Diese Leistung ist auch beim ehrgeizigen und zu Hause recht guten Aufsteiger gefragt. Nur so könnte es auch mit dem eigenen Punktgewinn klappen. „Burgstädt ist ein anderes Kaliber als vergangene Woche Chemnitz“, weiß VfL-Trainer Ulf Seeger. „Gerade von der Aufbaureihe her. Die müssen wir in den Griff bekommen. Wenn uns das gelingt, ist auch gegen diesen Gegner etwas zu holen“, fügt er an. Allerdings fallen mit Julia Funk und Yvonne Fahnert zwei Spielerinnen aus, was die Aufgabe nicht einfacher macht.

Bezirksliga Männer Leipzig

Der VfL Waldheim 54 II (7./2:2) reist zum HSV Mölkau (5./2:2). Die Einheimischen werden alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Fahren die Waldheimer mit dem gleichen festen Willen nach Leipzig, dann haben aber auch sie berechtigte Aussichten auf den vollen Erfolg. Von den spielerischen Voraussetzungen sind die Ausgangsbedingungen gleich und damit wird die bessere Tagesverfassung den Ausschlag in einer offenen Partie geben.

Bezirksliga Frauen Leipzig

Bei der HSG Rückmarsdorf II (7./2:2) ist die HSG Neudorf/Döbeln II (10./0:2) zu Gast. Das wird beim amtierenden Vizemeister eine große Herausforderung. Die Einheimischen sind gegenwärtig spielerisch doch klar im Vorteil und das wird sich bei normalem Verlauf des Spieles letztendlich auch für Rückmarsdorf auszahlen. Wenn die Neudorf/Döbelnerinnen das verhindern wollen, dann brauchen sie einen absoluten Sahnetag.

Bezirksklasse Männer Leipzig

Der SV Leisnig 90 (7./1:3) spielt bei der TSG Taucha (9./0:2). Vor drei Wochen setzten sich die Bergstädter zu Hause gegen die Tauchaer im Bezirkspokal ganz klar mit 31:19 durch. Das hat gezeigt, dass der SVL die bessere Mannschaft ist und die Aussichten auf einen weiteren Sieg gegen die TSG sind deshalb auch in der Tauchaer Halle gegeben. Allerdings darf dabei nicht der Schlendrian einziehen mit dem Hintergedanken, das wird schon werden. Denn die Gastgeber sind sicher darauf aus, zu beweisen, dass sie viel besser als in der Pokalbegegnung sind.

Bezirksklasse Frauen Chemnitz

Die HSG Rottluff/Lok Chemnitz (2./4:0) trifft zu Hause auf den Roßweiner SV (9./0:2). Das sieht nach einer lösbaren Auswärtsaufgabe für die Muldentalerinnen aus. Die gut und solide spielenden Gäste können, trotz der Niederlage in der Vorwoche, selbstbewusst in Chemnitz auftreten. Die HSG wird versuchen, dem amtierenden Vizemeister und Favoriten Paroli zu bieten. Stellen sich die Roßweinerinnen darauf ein, und ziehen ihr eigenes Spiel konsequent durch, dann ist ein voller Erfolg realistisch.

Kreisliga Männer Leipzig

Bei Roter Stern Leipzig (8./0:0) spielt die HSG Neudorf/Döbeln III (9./0:4). Beide Vertretungen kennen sich noch nicht und damit sind die Voraussetzungen erst einmal gleich verteilt. Spielerische Vorteile könnten aufseiten der HSG liegen. Aber ob die dann auf dem Spielfeld zum Tragen kommen, muss abgewartet werden. Roter Stern wird mit aller Macht versuchen, in eigener Halle beide Zähler einzufahren. Das bedeutet für die HSG, von Beginn an hellwach und voll konzentriert aufzutreten.

Kreisliga Männer Mittelsachsen

Die HSG Striegis (5./0:2) hat die HSG Rottluff/Lok Chemnitz III (7./0:2) zu Gast. Das sollte für die Striegiser eine machbare Aufgabe werden. Vor heimischer Kulisse müssen nur die eigenen Vorteile umgesetzt werden. Die Chemnitzer dürfen aber keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Für den angestrebten Heimsieg muss der Gastgeber schon eine ordentliche Leistung abliefern.