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Das erste Geld aus der Bürgerstiftung

Der Verein des Naturzentrums Töpelwinkel bekommt das erste Geld aus der Bürgerstiftung. Er kann es gut gebrauchen.

© Jens Hoyer

Von Jens Hoyer

Döbeln. Die Tiefzinsphase ist alles andere als ideal für Stiftungen. Drei Jahre hat es gedauert, bis aus den Erträgen der Döbelner Bürgerstiftung der erste nennenswerte Betrag zusammengekommen ist. „180 Euro sind es pro Jahr, 640 Euro insgesamt. Wir haben uns gedacht, dass wir das dem Töpelwinkel geben“, sagte Döbelns Bürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU), der am Montag mit Kämmerer Gerd Wockenfuß den symbolischen Scheck an Carin Lau, Chefin des Natur- und Freizeitzentrums Töpelwinkel, übergab. Die Stadt hatte 2013 die Stiftung bei der Deutschen Stifter Treuhand AG ins Leben gerufen. Die Stadt zahlte 25 000 Euro ein, und die Kreissparkasse legte pro Einwohner einen Euro drauf. Damit betragen die Einlagen rund 47 000 Euro. An der Stiftung können sich Privatpersonen oder Firmen mit einem Geldbetrag beteiligen. „Das kann für einen ganz bestimmten Zweck sein oder um das Stiftungsvermögen zu erhöhen“, sagte Egerer. Die Erträge aus dem Kapital sollen für gemeinnützige Projekte etwa für Kinder und ältere Leute, für Lebensretter, Sport und Naturschutz eingesetzt werden. Ein Stiftungsrat der Stadt mit dem Oberbürgermeister an der Spitze entscheidet über die Ausschüttung des Geldes.

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Der Verein, der Träger des „Töpelwinkels“ ist, kann das Geld für verschiedene Projekte gut gebrauchen. „Wir haben zum Beispiel ein Stück Streuobstwiese angelegt. Das muss gepflegt werden“, sagte Carin Lau. Der Verein muss den Betrieb des Heim selbst finanzieren – vor allem als Herberge für Schulklassen, Vereine und Gruppen. Gerade erst sei eine 80-köpfige Jugendgruppe abgereist. „Unsere beiden Häuser waren rappelvoll“, sagte Carin Lau. Der Verein engagiert sich auch in der Kinder- und Jugendarbeit, hat seit Jahren ein Projekt mit Kindern der Schlossbergschule laufen und bildet „Junge Naturwächter“ aus.

Für die Sommerferienlager können sich noch Kinder und Jugendliche anmelden. In diesem Jahr stehen sie im Zeichen des Wildschützen Karl Stülpner. Unter anderem ist ein Besuch von Burg und Ort Scharfenstein, wo Stülpner lebte, geplant.