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Das Extra für Übergewichtige

Die beiden Rettungswachen in Neustadt und Stolpen haben neue Autos bekommen. Eines hat besonders schwer zu tragen.

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© ASB

Von Katarina Gust

Sächsische Schweiz. Wenn der Rettungsdienst zu einem Einsatz unterwegs ist, geht es um Minuten. Auch wenn die Patienten über 200 Kilogramm auf die Waage bringen. Ihnen kann künftig noch besser geholfen werden. Dafür hat der ASB-Ortsverband Neustadt gesorgt. Der Sozialverband hat rund eine halbe Million in neue Einsatztechnik für den ASB-Rettungsdienst in Neustadt gesteckt.

Zwei Rettungstransportwagen wurden von dem Geld gekauft, und sie wurden kürzlich den Mitarbeitern übergeben. Die beiden Fahrzeuge werden künftig von den Rettungswachen in Stolpen und Neustadt ausrücken. In Stolpen ist es als verstärkendes Mobil am Tag im Einsatz. Der Wagen in Neustadt hat noch eine ganz spezielle Aufgabe. Der Rettungswagen hat eine Schwerlastfunktion. Er ist damit der einzige im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 300 Kilogramm transportieren kann. „Dies ist keine Seltenheit mehr“, erklärte ASB-Geschäftsführer Alexander Penther bei der Übergabe der Fahrzeuge. Der Wagen ist mit einer Schwerlasttrage ausgestattet, die elektro-vollhydraulisch funktioniert. Mit an Bord sind zudem ein Tragestuhl mit Gleitkufen für Patienten bis 200 Kilo.

Zur Ausstattung gehört außerdem ein sogenanntes pneumatisches Patientenhebesystem, mit dem gestürzte Personen wieder aufgerichtet werden können. „Wir investieren damit in unsere Mitarbeiter, in unsere Fahrzeuge und in unsere Region“, sagte Alexander Penther. Auch Landrat Michael Geisler (CDU) war bei dem Termin dabei. Er lobte in diesem Zusammenhang die hohe Qualität im ASB Rettungsdienst. „Wir gewährleisten so im Landkreis eine Behandlung und einen Transport von übergewichtigen Personen und bieten einen weiteren Baustein in der Versorgung unserer Mitbürger“, sagte Geisler.

Beim Rundgang durch die Neustädter Rettungswache fielen die Umbauarbeiten auf. Vor Ort ist ein neues Medikamenten- und Hilfsmittellager mit digitaler Lagerverwaltung entstanden. Zudem werden die Räume vergrößert. Im benachbarten Katastrophenschutzlager sind die Umbauarbeiten dagegen fast fertig. Es soll am 4. September, 13 Uhr bis 16 Uhr, mit einem Tag der offenen Tür eröffnet werden.