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Bauen und Wohnen

Das gesunde Zuhause für den Nachwuchs

Wenn ein langersehnter Kinderwunsch in Erfüllung gegangen ist, stellt sich den Eltern nur allzu oft die Frage, wie sie ihrem Nachwuchs ein schönes Zuhause bieten können.

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1. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Die Geburt des Kindes bezeichnen viele Eltern als den glücklichsten Tag ihres Lebens. Oft schon wenige Tage nach der Geburt folgt dann ein weiterer Meilenstein auf dem Weg ins Familienglück. Die oder der „Kleine“ kommt zum ersten Mal nach Hause. Für viele ist dieser freudige Tag aber auch mit einem etwas mulmigen Gefühl verbunden.

Zwar hat man sich informiert, recherchiert und Besorgungen für den Nachwuchs erledigt. Dennoch stellen sich viele die bange Frage: „Habe ich ein sicheres, schönes und gesundes Zuhause für mein Baby?“ Die folgenden Tipps helfen dabei, dass sich der Nachwuchs nicht nur wohlfühlt, sondern auch in einem gesunden Zuhause aufwächst. 

2. Die richtige Einrichtung

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Welche Möbel für das Kinderzimmer gebraucht werden ist nahezu selbsterklärend. Ein Bett, eine Wickelkommode, ein Regal für Pflegebedarf und ein Schrank dürfen nicht fehlen. Damit ist die perfekte Babyzimmereinrichtung aber noch nicht komplett.

Die Auswahl an schmucken Stücken in Läden und im Internet ist riesengroß. Doch ein schönes Design sollte nicht das einzige Kaufkriterium sein. Viel, viel wichtiger ist, dass die Einrichtung den empfindlichen Organismus des Kindes nicht unnötig belastet und sie hilft, vor Gefahren zu schützen.

Betten sollten aus Vollholz gefertigt sein. Die Oberflächen sollten speichelfest und schadstofffrei bearbeitet sein. Ein guter Lattenrost als Matratzen-Unterlage macht sich in jedem Fall bezahlt. Die Matratze sollte zudem unbedingt atmungsaktiv sein.

Um das Herausfallen des Kindes aus dem Bett zu verhindern, gibt es Baby-Betten sowohl mit Gitterstäben wie auch mit Netzen. Stäbe sind hier eindeutig vorzuziehen, da sie dem Kind später beim Aufrichten Halt geben. Ganz vermeiden lassen sich Stürze aber zumeist dennoch nicht. Sollte das Baby doch einmal aus dem Bett fallen, ist das noch nicht in allen Fällen ein Grund zur Panik. Mit der richtigen Vorgehensweise kann schnell herausgefunden werden, wie ernst ein solcher Sturz tatsächlich ist.

Aber kommen wir von diesem unangenehmen Szenario lieber wieder zum eigentlichen Thema. Bezüglich der Schlafstätte gibt es noch eine richtig tolle Möglichkeit das Optische mit dem Nützlichen zu verbinden: Ein Stoffhimmel über der Schlafstätte sieht nicht nur hübsch aus, sondern er schützt auch vor Zugluft, wenn das Baby schläft. Bei der Wickelkommode sollte der Gesundheit der Eltern zuliebe auf die richtige Höhe geachtet werden. Schließlich will man sich ja nicht permanent beim Wickeln bücken müssen. Der Rücken wird es einem danken, wenn sich für die perfekte Höhe entschieden wird. Eine ausreichend hohe Absturzsicherung ist extrem wichtig, da das Baby beim Wickeln ja schon Mal für Bruchteile von Sekunden aus den Augen verloren werden kann, beispielsweise beim Greifen nach dem Puder.

Aus gesundheitlicher Sicht ebenfalls zu empfehlen ist der Kauf einer Wärmelampe. Denn Babys sind gerade nach dem Baden oder Waschen sehr kälteempfindlich. 

3. Die beste Kleidung

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– hergestellt wurden. Verzichten sollten man dabei auf Kleidungsstücke mit Hinweisen wie „separat waschen“ oder „vor dem Tragen waschen“.

Diese sind nämlich meistens dann auf Kleidung angebracht, wenn die Farbstoffe dieser Stücke schlecht halten und dadurch von der Haut aufgenommen werden können. Selbst eigentlich positive Attribute wie „bügelfrei“ oder knitterarm“ sind ein Hinweis, dass Textilien chemisch behandelt wurden.

Ein absolutes No-Go sind zudem Klettverschlüsse. Sie können nicht nur auf der Haut scheuern – auch das beim Auf- und Zumachen entstehende Geräusch kann das Baby erschrecken.

4. Für gute Luft sorgen

Um eine optimale Umgebung für den Nachwuchs zu schaffen – dafür ist gute Luft in der Wohnung nötig. Die optimale Temperatur zum Schlafen liegt zwischen 16 und 18 Grad. Zum Spielen sind dagegen eher 18 bis 20 Grad angebracht. Die Luftfeuchtigkeit sollte im Bereich zwischen 50 und 60 Prozent liegen. Darüber hinaus kann man mit zahlreichen weiteren Maßnahmen bequem die Raumluft verbessern.

Gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit besteht bei trockener Heizungsluft für Babys ein erhöhtes Erkältungsrisiko, weil die Schleimhäute Krankheitskeime nicht mehr so effektiv abwehren können. Trockene Luft wird zudem von Menschen subjektiv kühler empfunden als feuchte Luft.

Deshalb empfiehlt es sich, auch im Winter mehrmals per Stoßlüftung für frische Luft zu sorgen. Da nicht mehr ganz so kleine Babys sich auch viel bewegen ist für sie frische Luft – auch in Innenräumen - umso wichtiger. 

5. Auf Strahlung beim Babyphone achten

6. Nicht nur gesund sondern auch sicher

Das perfekte Zuhause für ein Neugeborenes sollte natürlich nicht nur gesund sondern auch sicher sein und vor Gefahren schützen. Für Steckdosen gibt es spezielle Kindersicherungen, ebenso wie für Küchengeräte oder den Herd. Auch Schränke können mit speziellen Schutzvorrichtungen versehen werden. Für Treppen gibt es spezielle Gitter. Sollte doch einmal ein Unglück passieren, empfiehlt es sich für Eltern immer die nötigen Notrufnummern parat zu haben. 

7. Am Bodenbelag scheiden sich die Geister

Wird das Baby größer und beginnt zu krabbeln stellt sich die Frage nach dem passenden Bodenbelag, auf dem das Kind nach Herzenslust ohne Gesundheitsgefahr toben kann. Eins vorneweg: Eine „Königslösung“ gibt es hier nicht. Alle gängigen Beläge haben Vor- und Nachteile. Ohnehin hat ja nicht jeder die Möglichkeit nach der Geburt eines Kindes den passenden Boden zu verlegen, da dies beispielsweise in Mietwohnungen gar nicht möglich ist.

Teppichboden ist oft beschichtet und aus dieser Beschichtung können Schadstoffe entweichen. Teppiche haben aber zumindest einen Vorteil: Sie sind warm und dämpfen Stürze ab. Schadstoffe sind auch in den allermeisten beschichteten PVC, Laminat- oder Parkettböden enthalten – meistens in der Versiegelung.

Beim PVC werden zum Erhalt der Elastizität Weichmacher verwendet. Die Gefahr, dass Lösungsmittel oder Kleber ausdünsten besteht beim Laminat. Dieses besteht in aller Regel aus verleimten Holzschichten. Versiegeltes Parkett kann ebenfalls Lösungsmittel enthalten. Bei Fliesen hält sich die Schadstoffbelastung in Grenzen. Sie sind aber zu kalt und zu hart um gemütlich darauf herumzutollen.

Empfehlenswert sind lediglich Dielenböden oder Massivholzparkett. Letzteres allerdings nur, wenn es nicht versiegelt sondern nur mit Hartwachs oder Boden-Hartöl behandelt wurde. Unbedenkliche Alternativen sind Kork- oder Kautschukböden. Bei Teppichböden besteht die Möglichkeit sich Bioprodukte von Naturwarenanbietern zu besorgen.

Eine preisgünstige Alternative ist die Anschaffung von Krabbeldecken. Sie schützen nicht nur vor Schadstoffen, sondern bieten auch durch ihre Dicke ein wenig Schutz, wenn das Baby „rumpurzelt.“ Zudem sind sie waschbar, so dass auch Staub und Verschmutzung kein Problem sind. Bei den Materialien sollte – ähnlich wie bei den Kleidern – auf eine gute Verträglichkeit geachtet werden. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur J. Wuttke. 

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