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Dresden

Das gibt’s auf dem Schaubudensommer

Das Fest an der Dresdner Scheune geht in die 22. Runde. Und auch nächstes Jahr soll es weitergehen. 

Der Schaubudensommer startet am Donnerstag zum 22. Mal. © Archivbild: Sven Ellger

Hereinspaziert, hereinspaziert! Hinter der Dresdner Scheune findet vom 11. bis zum 21. Juli der Schaubudensommer statt, um wieder seinen bunten Mix an Jahrmarkttheater zu präsentieren. Mehr als 50 Künstler spielen kurzweilige Auftritte – stilecht im Zirkuszelt.

Ganz besonders freue sich Direktor Helmut Raeder auf den Puppenspieler Roberto White aus Argentinien, der in der Neustädter Manege seine Deutschland-Premiere feiern wird. Eine weitere Hauptattraktion sei die russische Underground-Band Shortparis, die sich mit ihrem dunklen Elektrosound in kein Genre pressen lässt. Dass der Schaubudensommer dieses Jahr schon in die 22. Runde geht, habe sich in der Künstlerszene herumgesprochen – auch international. Das sei mit ein Grund für dieses grenzenlose Publikum aus aller Welt.

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Doch auch deutschsprachige Darsteller kommen dieses Jahr nicht zu kurz. Zum Beispiel Peter Trabner, der hier vom 19. bis zum 21. Juli auftritt. Mit einem Programm, das Raeder als „philosophisches Öko-Improvisationstheater“ beschreibt. Bei so viel Abwechslung in den Zelten sei ganz sicher für jeden etwas dabei. „Denn jeder Künstler wird das Publikum auf seine ganz besondere Art ansprechen.“

Bei aller Vorfreude wurden die Vorbereitungen durch ein riesiges grau-schwarzes „Fuck AfD“ Graffiti getrübt, das auf ein Festzelt gesprüht wurde. Nicht, weil sich die Veranstalter nicht mit der Aussage oder dieser Art der Streetart identifizieren könnten. Vielmehr sei dadurch ein finanzielles Problem entstanden. Denn ein gemietetes Zelt kann nicht so einfach zurückgegeben werden, wenn es erst einmal bemalt ist. Um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, haben die Veranstalter eine Anzeige erstattet und den Schaden der Versicherung gemeldet, damit es auch im nächsten Jahr weitergehen kann.

Denn von Spekulationen über ein Ende der Veranstaltungsreihe möchte Helmut Raeder erst einmal nichts wissen. „Ich gehe davon aus, dass es den Schaubudensommer auch im nächsten Jahr wieder geben wird“, erzählte Raeder zuversichtlich. Am Zuspruch der Besucher wird es auf jeden Fall nicht scheitern. Auch in diesem Jahr wird wieder mit mehr Andrang gerechnet, als das Areal verträgt. Es lohnt sich also, früh da zu sein oder ein bisschen Wartezeit mitzubringen. (SZ/mgr)

Die Vorführungen beginnen ab 19.30 Uhr. Einlass aufs Festival-Gelände kostet 3 Euro, jede Vorstellung 5 Euro. 
www.schaubudensommer.de