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Das große Puzzeln

Die Brauerei Sternburg ist für ihr billiges Bier bekannt. In Riesa will sie jetzt bekannter werden – und geht dabei kleinteilig vor.

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© Sternburg

Von Britta Veltzke

Riesa. Das Riesaer Stadtwappen aus rund 15 000 Kronkorken haben am vergangenen Freitag Dutzende Passanten und Mitarbeiter der Sternburg-Brauerei auf dem Mannheimer Platz zusammengepuzzelt. „Jeder konnte mitmachen beziehungsweise war dies sogar erforderlich, da das Werk sonst nicht in der Zeit fertig geworden wäre. Und es waren viele Riesaer mit Freude dabei“, erzählt Brauereisprecher Alexander Gondosch. Für das Riesaer Stadtwappen ist die Sternburg-Brauerei offenbar besonders gut aufgestellt. Und so entstand aus den Kronkorken der Sorten Export (rot), Export alkoholfrei (blau), Pilsener (grün), Radler (gelb) und Schwarzbier (schwarz) Stück für Stück das stadtbekannte Emblem. – Das Wappen zeigt das Kloster- und Rittergut in seiner ursprünglichen Form, einen Anker, der für Riesas jahrhundertelange Tradition als Schifffahrts- und Elbehandelsplatz steht, sowie eine rote Rose. Die Blüte stammt aus dem Stammwappen der Familie der Freiherrn von Welk – die letzten privaten Besitzer des Rittergutes, Riesas historisches Zentrum. Rund 16 Quadratmetern maß das Kronkorken-Kunstwerk vor dem Kino, als auch das letzte Fleckchen belegt war. Freihand entstand das Wappen selbstredend nicht: Als Vorlage diente eine bedruckte Plane mit den Umrissen des Riesaer Stadtwappens.

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Aber warum hat sich die Leipziger Brauerei gerade Riesa ausgesucht? „Wir waren zum einen in Riesa, da sich das Stadtwappen wunderbar für die Aktion eignet und uns auch die Stadt ihr Okay gegeben hatte. Zum anderen wollten wir mit dieser Aktion Städte bespielen, die normalerweise nicht im Fokus großer Marken stehen“, erklärt der Brauereisprecher.

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Nach Unternehmensangaben trägt das Bier, das auch „Sterni“ genannt wird, seinen Namen seit 1822. Damals kaufte Freiherr Maximilian Speck von Sternburg die Brauerei in Lützschena bei Leipzig. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Sternburg-Brauerei in Volkseigentum über. Inzwischen wird das Bier mitten im Leipziger Stadtteil Reudnitz produziert. Es gehört zu den absatzstärksten Biermarken in Ostdeutschland. Seit 2006 ist Sternburg Teil der Radeberger Gruppe.