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Das große Staunen

Das Goethe-Gymnasium in Sebnitz wirbt zum Schnuppertag für sich. So manch junger Besucher war überwältigt.

© Steffen Unger

Von Anja Weber

Sebnitz. Neugierig und erwartungsvoll kamen die meisten der Viertklässler am Sonnabend in das Sebnitzer Goethe-Gymnasium. Und so mancher war sicherlich auch etwas überwältigt von den vielen Eindrücken, dem großen Schulgebäude, den vielen Menschen. Es ist eben doch alles etwas anders als in der Grundschule. Dort finden derzeit die Bildungsgespräche statt mit dem Ziel, den Viertklässlern schon eine Richtung für den künftigen Bildungsweg zu geben, ob Oberschule oder Gymnasium also. Damit dann auch Schule und Profil passen, finden in den Einrichtungen Tage der offenen Tür statt. Am Sonnabend hatte das Goethe-Gymnasium dazu eingeladen. Das ganze Haus stand neugierigen Schülern und Eltern offen. Damit die Viertklässler schon mal einen ersten Eindruck gewinnen konnten, wurden ihnen verschiedene Schnupperkurse angeboten. Eine gute Idee, findet zum Beispiel Lisa Walther, die mit ihrer Tochter Josephine gekommen war. „Mit den Experimenten kann man die Kinder begeistern. Und das nimmt vielleicht auch etwas die Angst, wenn sie eine solch große Schule zum Schnuppertag das erste Mal betreten“, sagt sie.

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Während die Schüler gespannt die verschiedenen Themenbereiche wie zum Beispiel Physik, Chemie, Biologie, Geografie und Geschichte ausprobierten, konnten sich die Eltern das Schulgebäude anschauen. In allen Fachkabinetten standen Lehrkräfte den neugierigen Eltern Rede und Antwort. Fragen gab es reichlich, angefangen vom Unterrichtsstoff in den fünften Klassen, über Schulmaterial bis hin zur Technik und zur Ausstattung der Schule.

Karin Eschner stellte zum Beispiel die Ganztagsangebote vor und informierte über die verschiedenen Fördermöglichkeiten und ergänzenden Unterrichtsangebote. Im Haus II konnten sich die Eltern die Klassenzimmer der fünften bis siebenten Klassen anschauen. Einen Eiblick in das Ganztagsangebot Akrobatik gab es in der Aula. Die Schützlinge von Wolfgang Knittel und Marlies Borm zeigten einen Ausschnitt ihres Könnens und ernteten damit viel Applaus. Zusätzlich zu den Ganztagsangeboten gibt es aber auch noch verschiedene Arbeitsgemeinschaften, wie zum Beispiel die Theater-AG. Ihr Spielsaal im Haus II füllte sich ebenfalls schnell mit Besuchern. Außerdem konnte man den Streitschlichtern bei der Arbeit zuhören oder verfolgen, wie im Debattierclub diskutiert wird. Beides gibt es auch als Arbeitsgemeinschaften. Informieren konnten sich die Besucher über die Schulpatenschaften. Denn seit 1999 ist das Gymnasium Unesco-Projektschule.

Angeboten wurde auch ein Schulrundgang. Bert Wehner wollte sich diesen nicht entgehen lassen, weil er sich vor allem auch für die baulichen Dinge interessierte. „Ich war selbst hier auf dem Gymnasium, als hier noch die Oberschule drin war und finde vor allem schön, dass hier der altehrwürdige Stil erhalten geblieben ist.“ So wurden bei manchem Besucher auch Erinnerungen wach an die Zeit, als im Durchgang noch zu Mittag gegessen wurde. Oder auch an den Werkraum im Haus II, der sich noch am gleichen Standort befindet.

Vieles hat sich dennoch verändert. Das zeigen auch die vielen Auszeichnungen, die sich die Schüler und Lehrkräfte des Goethe-Gymnasiums in den letzten Jahren erarbeitet haben. Seit wenigen Wochen ist das Gymnasium nun zum Beispiel „Europaschule in Sachsen 2015“. Auch der Titel „Jugend präsentiert - Schule“ reiht sich mit ein in die vielen Auszeichnungen. An der Säule vor dem Eingang ist kaum noch Platz vor lauter Plaketten: Jugend debattiert, Jugend präsentiert, eine Auszeichnung für das länderübergreifende Schulpartnerschaftsprogramm Comenius, eine Mint-freundliche Schule – was für Mathe und Naturwissenschaften steht –, ganz oben die Mitgliedschaft im weltweiten Unesco-Netzwerk. So ein Rundgang macht natürlich auch hungrig. Die Kurse der Klasse 11 und der Elternrat sowie der Religions-Kurs sorgten deshalb für das leibliche Wohl.