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Döbeln

Das große Trocknen

Der Einsatz der Lüfter in der Stadtsporthalle kann starten. Die Bausubstanz ist feuchter als angenommen.

Vom Sportboden und dessen Unterkonstruktion ist in der Stadtsporthalle in Roßwein nichts mehr zu sehen.
Vom Sportboden und dessen Unterkonstruktion ist in der Stadtsporthalle in Roßwein nichts mehr zu sehen. © Christian Essler

Roßwein. Trotz Sommerferien ist jeden Tag Begängnis in der Stadtsporthalle. Schüler sind dort aber schon seit mehreren Wochen nicht mehr ein und ausgegangen. Vielmehr haben in dem Objekt nur knapp zwei Jahre nach Fertigstellung wieder die Handwerker das Sagen. Sie müssen einen großen Wasserschaden beseitigen.

In der Halle selbst ist der Schwungboden samt Unterkonstruktion komplett herausgerissen worden. Zu sehen sind jetzt der Betonboden und Abdichtungen sowie die mit Schutzplanen verhangenen Wände. In den Sanitärräumen wird noch gearbeitet. Dort sind Wände zu öffnen, damit beim nun anstehenden Einsatz von großen Trocknern wirklich alles hinterlüftet werden kann. „Die Technik steht schon bereit“, sagt Bauamtsleiter Dirk Mehler.

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Aller Voraussicht nach muss die Technik doppelt so lange zum Einsatz kommen als geplant. Davon geht Mehler aus, seitdem er Messergebnisse auf dem Tisch hat. „Bei einer Restfeuchte von 50 Prozent sollte man ankommen“, so der Amtsleiter. Die aktuellen Werte seien weit darüber und in der zunächst geplanten Intensivtrocknungszeit von einer Woche nicht auf den gewünschten Level zu bringen.

In den Sanitärräumen werden Wände durchbrochen, um alles hinterlüften zu können.
In den Sanitärräumen werden Wände durchbrochen, um alles hinterlüften zu können. © Christian Essler

An Zeit soll es Mehler zufolge aber nicht mangeln: „Wichtig ist, dass alles wirklich ordentlich austrocknet.“ Das Gute an der insgesamt misslichen Situation: Es dränge im Moment wirklich nichts. Die Schüler könnten auch nach den Sommerferien die ersten Wochen noch im Freien Sport treiben. „Und die Handballer werden die ersten Punktspiele in der neuen Saison auswärts bestreiten. Das ist alles abgesprochen“, sagt Dirk Mehler. Es spreche also nichts dagegen, die Arbeiten erst im Oktober fertigzustellen. „Soweit es geht, haben wir ja auch schon vorgearbeitet und beispielsweise die aufgeblühten Stellen in den Sockelbereichen neu verputzt.“

Genau dort war den Nutzern zuerst aufgefallen, dass in der neuen, erst im August 2017 eröffneten Stadtsporthalle etwas nicht stimmt. Zunächst wurden die Feuchtigkeitsschäden darauf zurückgeführt, dass während der Bauzeit – ehe das Dach installiert worden ist – viel Regen in den Rohbau gelangt war. Nähere Untersuchungen ergaben Anfang 2019 allerdings, dass ein Wasserrohr nicht richtig verpresst worden und daher kontinuierlich Nässe ausgetreten ist.

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