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Die Schätze des Grünen Gewölbes

Das barocke Schatzkammermuseum in Dresden beherbergt rund 3.000 Schmuckstücke. Die Wiederherstellung der Räume kostet 45 Millionen Euro.

Blick ins Grüne Gewölbe
Blick ins Grüne Gewölbe © Archiv: Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Das Historische Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss ist das barocke Schatzkammermuseum der sächsischen Kurfürsten und Könige. In zehn prachtvoll ausgestatteten Räumen beherbergt es rund 3.000 Schmuckstücke und andere Meisterwerke aus Gold, Silber, Edelsteinen, Elfenbein und anderen wertvollen Materialien.

Am 25. November 2019 kam es zu einem spektakulären Einbruch in die berühmte Schatzkammer. Dabei entstand ein Schaden in unbekannter Höhe.

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Seit der Wiedereröffnung im September 2006 gehört es zu den Besuchermagneten Dresdens. Ihren Namen verdanken die Räume malachitgrünen Abfärbungen einzelner Bauteile.

Aufbau des Grünen Gewölbes
Aufbau des Grünen Gewölbes © SKD/ Grafik: Sylvia Tietze

Das 1723 bis 1729 eingerichtete Prunkstück der Kunstsammlung des legendären Kurfürst-Königs August der Starke (1670-1733) gilt als eine der reichsten Schatzkammern und eines der ältesten Museen Europas.

Drei der acht Räume aus dem 18. Jahrhundert waren den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg 1945 zum Opfer gefallen. Die Roten Armee beschlagnahmte die ausgelagerten Kostbarkeiten und brachte sie nach Moskau. Erst 13 Jahre später kehrte die Sammlung zurück. Wegen Platzmangels konnte aber lange nur ein Teil gezeigt werden.

In die Wiederherstellung der Räume in ihrer barocken Fassung - vom Bernsteinzimmer über den Pretiosensaal bis zum Juwelenzimmer - investierte Sachsen 45 Millionen Euro.

In einem modernen Teil der Schatzkammer, dem Neuen Grünen Gewölbe, sind zudem mehr als 1000 Objekte zu sehen. Dank modernster Vitrinentechnik können die Prachtstücke der Sammlung im Detail studiert werden. (dpa)

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