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„Das hätte ich früher nie gedacht“

Daniela Vogel aus der Radeberger Brauerei rennt die zehn Kilometer beim Hüttertal-Lauf mit – um ein wichtiges Stück Holz.

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© Jens Fritzsche

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Dass sie mal locker zehn Kilometer durchs Radeberger Hüttertal joggen würde, hätte sich Daniela Vogel vor ein paar Jahren nicht mal im Traum vorstellen können. „Meine letzten Erfahrungen in Sachen Ausdauerlauf stammen noch aus dem Gymnasium – als wir über einen furchtbar staubigen Platz hetzen mussten“, erinnert sich die Verwaltungs-Mitarbeiterin der Radeberger Exportbierbrauerei. Doch 2012 zog sie sich dann doch mal wieder die Laufschuhe an. Und nach und nach wurde eine wirkliche Leidenschaft daraus, verrät sie.

Eine Leidenschaft, die mittlerweile eine Menge Leute aus der Brauerei mit ihr teilen. Denn seit 2010 sind die Radeberger Brauer Unterstützer des Radeberger Hüttertal-Laufs – und 2012 war dann die Idee geboren worden, nicht nur an der Strecke präsent zu sein, sondern auch auf der Strecke. Und so startete die Aktion „Fit für den Hüttertal-Lauf“ – rund 15 Leute aus den verschiedensten Abteilungen der Brauerei quälten sich sozusagen sechs Monate lang, zwei Mal pro Woche, „damit wir dann die zehn Kilometer auch schaffen konnten“, beschreibt Daniela Vogel. Sie war eine vom Team; „und es war eine harte Zeit“, blickt sie zurück. Aber die Läufer hatten zwei wunderbare Trainer, schwärmt sie. Rüdiger Melzer und den einstigen Weltmeister und Olympiasieger im Biathlon Dieter Speer – zwei prominente Marathon-Aktive des Radeberger Laufteams und Mitorganisatoren des Laufs. „Es war einfach ein klasse Gefühl, nach zehn Kilometern ins Ziel einzulaufen“, sagt Daniela Vogel. Eine Begeisterung, die dazu führte, „dass ich einfach weiter gemacht habe“, fügt sie an.

Fester Kern der Läufergruppe

Und so hat sich um Daniela Vogel ein fester Kern einer Läufergruppe in der Brauerei entwickelt. „Es kommen neue Leute hinzu, manche hören auf oder machen mal ein Jahr Pause“, beschreibt sie. Und längst sind die Brauer nicht mehr „nur“ beim Hüttertal-Lauf aktiv, sondern auch jüngst bei der Rewe-Team-Challenge in Dresden, beim Fahrradfest der SZ und am vergangenen Wochenende bei der Aktion „Rudern gegen Krebs“. Sogar beim Morgenpost-Marathon sind Brauerei-Läufer am Start gewesen.

„Das Wunderbare daran ist auch, dass durch den Sport Leute aus verschiedenen Abteilungen zusammenkommen, eine tolle Bereicherung und wichtig für unser gutes Betriebsklima“, ist Daniela Vogel überzeugt. Und sie freut sich, dass auch die Auszubildenden der Brauerei mit dabei sind.

Wobei grundsätzlich natürlich auch für die Brauerei-Läufer der vielzitierte olympische Gedanke zählt: dabei sein ist alles … „Aber natürlich ist es auch toll, einen Preis zu gewinnen“, verrät Daniela Vogel augenzwinkernd. Und zeigt nicht ohne Stolz den hölzernen Team-Pokal des Hüttertal-Laufs aus dem Vorjahr. „Wir gehen also als Pokalverteidiger ins Rennen – das spornt natürlich noch mehr an“, gibt sie unumwunden zu. Beim Team-Wettbewerb werden die drei schnellsten Läufer einer Mannschaft gewertet. Und noch können sich weitere Teams anmelden, heißt es von den Organisatoren des Hüttertal-Laufs. Daniela Vogel kann jedenfalls nur weiterempfehlen, den inneren Schweinehund zu überwinden. „Es macht riesigen Spaß“, sagt sie. Ein Satz, von dem sie wohl ebenfalls vor ein paar Jahren nicht geglaubt hätte, ihn mit Blick auf Ausdauerlauf mal zu sagen …

Der 7. Hüttertal-Lauf startet am 18. September an der Hüttermühle. Es stehen zwei Strecken zur Auswahl: über zehn und über zwei Kilometer. Die Startgebühr beträgt fünf Euro, wenn sich die Läufer bis zum 14. September anmelden. Danach – und am Lauftag selbst – sieben Euro.

Anmeldungen unter www.triathlon-service.de