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Döbeln

Wie Läufer zu Corona-Helden werden

Die 16. Mittelsächsische Lauftour startet vermutlich erst im August. Wer das bis dahin nicht aushält, kann sich per Internet messen.

Beim 38. Waldheimer Eichberglauf Anfang August könnte der Start in die 16. Mittelsächsische Lauftour unter Umständen gelingen.
Beim 38. Waldheimer Eichberglauf Anfang August könnte der Start in die 16. Mittelsächsische Lauftour unter Umständen gelingen. © Thomas Kube

Mittelsachsen. Die ersten beiden Veranstaltungen – der 10. Oschatzer Stadtlauf und der 18. Geringswalder Schlossberglauf – der elf Läufe umfassenden 16. Mittelsächsischen Lauftour sind bereits der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Mittlerweile verweisen die Organisatoren darauf, dass vorerst keine Wettkämpfe dieser Serie ausgetragen werden.

Das betrifft den 27. Kirchenfrühjahrslauf (18. April) ebenso wie den RIO-Städtelauf Riesa-Oschatz (2. Mai) und den 12. Blütenfestlauf (10. Mai). Sobald wieder Wettkämpfe möglich sind, wird entschieden, wie viele Läufe dieses Jahr in die Wertung einfließen werden. Wahrscheinlich ist, dass die 16. Mittelsächsische Lauftour mit dem 38. Waldheimer Eichberglauf am 1. August gestartet wird – sollte dieser aufgrund seiner Teilnehmerzahl nicht unter die noch nicht definierte Kategorie Großveranstaltung fallen – und die weiteren Wettkämpfe dann planmäßig ausgetragen werden. 

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Auf dieses Szenario hofft auch Cheforganisatorin Anita Häußler. „Wir werden dann sehen, wie wir die Wertung anpassen“, sagte sie und fügte an: „Ob die eine oder andere Veranstaltung nachgeholt werden kann, wird man sehen. Aber ich glaube eher nicht daran.“ Und sollte sich die Anzahl der Läufer auf weniger als drei reduzieren, dann würde in diesem Jahr auch die Ranglistenwertung entfallen.

 „Wir machen uns schon Gedanken und wenn es irgend wie geht, werden wir etwas machen. Allerdings, ohne die Gesundheit der Läuferinnen und Läufer zu gefährden“, sagt Häußler, der wie allen anderen Laufsportlern der direkte Vergleich im Wettkampf fehlt. „Klar läuft man alleine. Aber das ist nicht das Gleiche, als wenn man gegeneinander läuft und doch mehr aus sich herausholt“, sagt sie.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Damit die wettkampffreie Zeit nicht ganz so schwerfällt, haben die Organisatoren der 16. Mittelsächsischen Lauftour den Aufruf zum 1. Anti-Corona-Run online gestellt. Auch die Sportler der Region haben noch bis zum 31. Mai die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Die Grundidee dabei ist, dass die Läufer eine selbst gewählte Strecke alleine laufen. Die Strecke sollte eine der folgenden Distanzen betragen: Meile (1,6 km), 3 km, 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon. 

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Lauf per GPS aufgezeichnet wird, also mit einer Laufuhr oder LaufApp auf dem Handy. Anschließend kann jeder Sportler sein Ergebnis auf der Internetseite https://www.hdsports.at/wettkampf/1-anti-corona-run hochladen.

 „Diese Adresse ist auch auf www.mittelsaechsische-lauftour.com verlinkt“, sagt Anita Häußler. Die Teilnahme an dieser Aktion ist kostenlos. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhalte eine Urkunde zum Ausdrucken. Wer möchte, könne sich zusätzlich eine Erinnerungsmedaille zum 1. Anti-Corona-Run bestellen. 

Ein weiteres Angebot in der Corona-Zeit käme, laut Häußler, von larasch.de und richte sich an Veranstalter. Laufwettbewerbe könnten damit in virtuelle Wettkämpfe umgewandelt werden. Die Teilnehmer hätten dann Zeit, die Strecke allein zu absolvieren und müssten ihren Lauf mit Laufuhr oder LaufApp nachweisen.

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Was in beiden Fällen unverändert bleibt, ist die Tatsache, dass die Gemeinschaft und der echte Wettkampf, bei dem man seine Kontrahenten sieht, auf der Strecke bleiben“, sagt Anita Häußler und fügt an: „Aber man muss eben das Beste aus der Situation machen.“


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