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Radebeul

„Das ist doch nicht normal“

Nina Schirmer über Klischees und warum sie Unsinn sind. Ein Kommentar.

Nina Schirmer
Nina Schirmer © Bildmontage: SZ-Bildstelle

Mit großer Selbstverständlichkeit legen wir in unserem Alltag fest, was normal ist. Die alleinstehende, ältere Frau von nebenan mit dem Hündchen – normal. Die verheirateten Pärchen mit kleinem Kind – normal. Die alleinerziehende Mutter mit zehn Kindern – nicht normal. Das stimmt ja auch insofern, als dass die große Mehrheit (die Norm?) eben nicht so viele Kinder alleine erzieht. Falsch wird es aber, wenn wir dem vermeintlich „Unnormalen“ mit Vorurteilen und Klischees begegnen. Fällt jemand aus dem Rahmen, neigen wir zur Zurückhaltung, im schlimmsten Fall zu Ablehnung und Feindseligkeit.

Die Radebeuler Mutter ist das beste Beispiel dafür, dass Klischees nichts weiter sind als engstirnige Beschränkungen, um nicht über den eigenen Tellerrand gucken zu müssen. Selbstverständlich kann eine Frau Lkw-Fahrerin sein, sich aufopferungsvoll um ihre zehn Kinder kümmern und eine saubere Wohnung haben. Es ist ihr zu wünschen, dass die Leute ihr im Alltag aufgeschlossener begegnen und sie nicht ausgrenzen, nur weil sei einen anderen Lebensentwurf gewählt hat.

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E-Mail an Nina Schirmer.

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