merken

Das lange Leben der Bosewitzer Warnbaken

Es gibt größere und wichtigere Kreisstraßen als die Bosewitzer. Deshalb warteten die Einwohner geduldig. Jetzt aber reicht’s.

© Foto: Neumann

Von Heike Sabel

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Durchblättern und viel sparen

Frisch, lebendig und lesefreundlich. Stöbern Sie hier online in den aktuellen Magazinen und Partnerangeboten.

Bosewitz. Die Bosewitzer Straße ist nicht der Nabel der Welt. Für die Bosewitzer aber ist es die wichtigste Straße, auch wenn sie schmal ist. Genau das macht sie zum Problem. Der Randstreifen wird oft vor allem von landwirtschaftlichen Fahrzeugen überfahren und hat sich deshalb schon gesenkt. Seit über zwei Jahren stehen deshalb Warnbaken. Vor fast einem Jahr hatte das Landratsamt versprochen, bis Endes des Jahres 2017 eine Lösung zu finden. Da das nun schon eine Weile vorbei ist, hat Ortsvorsteher Dietmar Neumann mal wieder nachgefragt. Doch was er vom Landratsamt hört, bedeutet nichts Gutes für Bosewitz.

Die Warnbaken sorgen schließlich dafür, dass der unbefestigte Randstreifen gesichert ist. Damit handelt es sich um keine akute Gefahrenlage. Doch für die Beseitigung solcher sind vor allem die Straßenmeistereien da. Mit lange stehenden Warnbaken haben auch andere Kommunen schon so ihre Erfahrungen gemacht. In Hinterhermsdorf standen sie mal sieben Jahre, in Berggießhübel sind es inzwischen auch schon einige.

Warnbaken hin, Warnbaken her – der Schwerpunkt der Arbeiten der Straßenmeisterei lag im Herbst vergangenen Jahres in der Beseitigung der Sturmschäden, sagt das Landratsamt. Solche Arbeiten haben Vorrang. Für Neumann ist klar: „Aktuelle Naturereignisse sind immer schlimm, auf diese muss schnell reagiert werden, das ist verständlich.“ Nur wisse das Landratsamt ja schon viel länger von den Bosewitzer Problemen. Neumann spricht von mehreren Jahren, die man nun schon Geduld habe. Auch Dohnas Bürgermeister Ralf Müller (CDU) habe das Landratsamt schon mehrfach angemahnt, sagt er. Geholfen hat es bisher nichts.

Neumann wagt noch einen Vorstoß, um nachdrücklich auf das Bosewitzer Problem aufmerksam zu machen und schiebt nach: „Wir haben an dieser Kreisstraße leider auch keinen Fußweg, was für Fußgänger speziell bei Fahrzeugverkehr Gefahrensituationen bringt.“

Ein Ausweichen für Fußgänger ist nicht möglich, da links wie rechts der Straße dafür kein Platz ist. „Die Beseitigung dieser Situation bedeutet doch keinen all zu großen Aufwand“, sagt Neumann und versucht es noch einmal freundlich: „Es besteht die herzliche Bitte an den Kreis, hier schnell Abhilfe zu schaffen.“

Schnell kann der Landkreis auch jetzt nicht versprechen, einen Zeitpunkt für die Arbeiten in Bosewitz nennt die zuständige Amtsleiterin nicht. Nur so viel: „Die Herstellung des Randbereiches in Bosewitz ist im Arbeitsprogramm der Straßenmeisterei eingeordnet.“ Soweit war man vor einem Jahr offenbar schon einmal…