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„Das Literaturfest hat sich rasant entwickelt“

Deutschlands größte eintrittsfreie Freiluftlesungen stehen kurz bevor.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Zum neunten Mal lädt Meißen kleine und große Bücherwürmer ab kommenden Donnerstag zum Literaturfest ein. Traditionell läutet Oberbürgermeister Olaf Raschke das Fest mit einer Lesung in einem Kindergarten ein. In diesem Jahr wird er in der Kita „An der alten Ziegelei“ lesen. Vor dem Start sprachen die Festorganisatoren um Sven Mücklich mit ihm.

Herr Oberbürgermeister, aus welchem Buch werden Sie dieses Jahr lesen?

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Da habe ich mich noch nicht genau entschieden, auf meinem Schreibtisch liegen mehrere Bücher zur Auswahl. Kinder sind durchaus anspruchsvolle und kritische Zuhörer und Leser, denen ich natürlich gerne gerecht werden möchte. Zum Glück gibt es auch viel schöne Kinderliteratur.

Das Literaturfest ist zu einem festen Termin im Kulturkalender der Stadt geworden. Warum passen ein Open-Air-Lesefest und Meißen so gut zusammen?

Ganz einfach, weil Meißen mit seiner reizvollen Altstadt und der malerischen Elblandschaft wunderschöne und interessante Open-Air-Leseorte zu bieten hat. Darüber hinaus identifizieren sich die Meißner sehr mit ihrer Stadt und jeder hat einen Lieblingsort, um den sich zahlreiche Geschichten ranken. Dieser Funke springt, denke ich, auch auf unsere Gäste über.

Welche Leseorte sind für Sie ein besonderer Geheimtipp?

Besonders schön lässt es sich an einem hoffentlich sonnigen Juniwochenende in den lauschigen Gärten, Hinterhöfen und Weingütern verweilen.

Aber ich freue mich auch, dass der neugestaltete Theaterplatz mit dem modernen Dichterwettstreit Poetry Slam am Samstagabend und weiteren Veranstaltungen im Rahmen des Literaturfestes einen großen Auftritt hat.

Seit dem Start des Literaturfestes im Jahre 2009 hat das Fest Tausende kleine und große Besucher nach Meißen gezogen. Wenn Sie auf die letzten Jahre zurückblicken, wie hat sich das Literaturfest entwickelt?

Das Literaturfest hat eine rasante Entwicklung vom kleinen Lesefest zum deutschlandweit beachteten Kulturevent hingelegt. Das liegt zum einen am Engagement der Veranstalter, zum anderen an der besonderen Atmosphäre der Stadt.

2019 wird Deutschlands größtes eintrittsfreies Open-Air-Lesefest sein zehntes Jubiläum begehen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Festes?

In Zukunft wünsche ich dem Fest weiterhin viele literaturbegeisterte Vorleser und Zuhörer, die Meißen gemeinsam für drei Tage zur Lesehauptstadt Deutschlands machen. Den Organisatoren wünsche ich weiter viel Ausdauer und Kreativität.

Neben der Politik und der Wirtschaft sind auch die Kunst und Kultur ein wichtiger Faktor in Meißen. Was würden Sie, wenn Sie die Oberbürgermeister-Wahl wieder gewinnen, gern in diesem Bereich ändern?

Gerne möchte ich mit allen Partnern weiter daran arbeiten, dass die Meißner Kunst- und Kulturszene die überregionale Beachtung und Unterstützung bekommt, die sie verdient. Da ist uns unter anderem mit dem konzertierten Marketing Elbland-Dresden schon ein guter Sprung gelungen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Meißner das Engagement der lokalen Kulturträger auch künftig mittragen und die gemeinsam Ideen für das kulturelle Leben in der Porzellan- und Weinstadt in die Tat umsetzen. Literaturfest, Grafikmarkt, Lange Nacht, Märkten und andere Veranstaltungen zeigen, dass das Erfolg hat.

Die Fragen stellte Sven Mücklich.