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Das Monaco der Modell-Rennwagen

An der Forstmühle bei Großgrabe wurde jetzt die neue Offroad-Serie gestartet. Auch Einheimische mischen mit.

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Der Sieger im Hauptrennen und sein Mechaniker: Uwe Neumann (r.) vom AMC Meißen kann sich auf Christian Markwart verlassen.
Der Sieger im Hauptrennen und sein Mechaniker: Uwe Neumann (r.) vom AMC Meißen kann sich auf Christian Markwart verlassen. © Werner Müller

Großgrabe. Schon mal was vom Cobra Racing in Großgrabe gehört? Das ist ein Verein, dessen Mitglieder die Leidenschaft für Modellautos verbindet. Ihn gibt es erst seit 2016, aber was die gerade Mal neun Mitglieder auf die Beine stellen, kann sich sehen lassen. Die Mitglieder lieben ferngesteuerte Modell-Autos im Maßstab 1:6 und haben sich in vielen Stunden ihrer Freizeit für den Einsatz der kleinen Flitzer eine komplette Rennstrecke aufgebaut. Manche bezeichnen Großgrabe schon als das Monaco des Modell-Car-Sports. Das war kürzlich zum Saisonstart der OSO, der Offroad-Serie Ost, zu erleben. Etwa 60 Teilnehmer aus befreundeten Racing-Clubs gingen mit ihren benzingetriebenen Modellautos an den Start. Auf der etwa 240 Meter langen und vier Meter breiten Strecke erreichen sie immerhin Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Ein der Modelle enthält 0,75 Liter Benzin. 

Das reicht für eine Fahrdauer von maximal 40 Minuten. Insgesamt gibt es in dieser Serie 2019 sechs Läufe bei verschiedenen Vereinen. Und auch der letzte Lauf der OSO 2019 wird in Großgrabe gestartet. Dann aber allerdings am 19. Oktober ein Nachtrennen über vier Stunden, 44 Minuten und 44 Sekunden. Damit die Rennen verfolgt werden können, wird die Strecke dann mit Flutlicht ausgeleuchtet sein. So etwas gibt es noch nicht einmal in Monaco.

Nun, der Start der Offroad Serie war überaus erfolgreich gewesen. Am Start waren 23 Starter in der Klasse 4WD mit Allradantrieb und neun Starter in der Klasse 2 WD mit Hinterradantrieb. Die Modellautobauer kamen aus Sachsen, Sachsen/Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Brandenburg, Bayern, Hamburg und Berlin. Beim Steuern der Modellautos mit der Fernsteuerung war absolute Präzision erforderlich. Bei Fehlern in der Steuerungen reagieren die Fahrzeuge sehr sensibel. Sie kippen um oder landen mit großem Zeitverlust an der Seitenwand. Die Starter können auf der Anlage in Großgrabe die Rennen genau beobachten und dabei miteinander ins Gespräch kommen. Und nach dem Rennen saß man auch diesmal am Grill zusammen, tauschte Erfahrungen aus und feierten den Geburtstag von Heiko Schönberg vom Cobra Racing Großgrabe.

Geschick im Manövrieren

Alle Teilnehmer waren der Meinung, dass die Saison gut angelaufen ist. Der große Dank gebühre dem Verein Cobra Racing „für die Spitzen-Organisation, des super leckere Essen und natürlich die Gastfreundlichkeit“, hieß es aus berufenem Munde.. Alles in allem war es also ein rundum gelungener Saisonauftakt. Das nächste Rennen findet übrigens am 18. Mai in Wernigerode statt.

Und die Ergebnisse in Großgrabe? Die können sich sehen lassen. Im Rennen der Vollradangetriebenen gewann Uwe Neumann vom AMC Meißen, und bei den Hinterradangetriebenen Stefan Sebold aus Berlin. Auf Platz 10 fuhr der Einheimische Heiko Schönberg vom Cobra Racing Großgrabe knapp vor Daniel Angerer vom RC Racing Club Spremberg.

Der Meißener Sieger Uwe Neumann fasste seine Eindrücke so zusammen: „Das Wetter hat gepasst, da hatten wir Glück. Die Anlage in Großgrabe verlangt Modell-Car-Sportlern wirklich alles ab.“ Um hier schnell zu sein, brauche es viel Geschick im Manövrieren. Man müsse dabei alles riskieren. „Aber da ist halt Fingerspitzengefühl erforderlich, denn sonst geht das Fahrzeug ab in die Wand.“ Auf der Anlage sind die Fahrspuren wirklich sehr eng. Nun, halt wie auf dem Stadtkurs in Monaco ...