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Das Plus an Erfahrung

© DSC

Eine Spanierin komplettiert den Kader beim Dresdner SC. Mit Maria Segura Pallares soll der Angriff wieder stärker werden.

Von Michaela Widder

Vorsicht beim Googeln. Wenn man Maria Segura in der Suchmaske eingibt, gelten viele Treffer ihrer Namensvetterin, einer bekannten mexikanischen Bodybuilderin. Die würde jedoch den Dresdner SC nicht so verstärken, wie die spanische Nationalspielerin. Maria Segura Pallares, die in der Volleyballwelt nur unter Maria Segura bekannt ist, spielt nächste Saison beim Pokalsieger. Für die Außenangreiferin ist es das erste Engagement in der Bundesliga – und für den DSC die erste Spanierin.

„Maria ist eine sehr vielseitige Spielerin – komplett, technisch versiert, klug, und sie springt sehr gut“, erklärt DSC-Trainer Alexander Waibl: „Auch vom Typ her passt sie sehr gut zu uns.“ Spanien ist eine B-Nation in diesem Mannschaftsport, und der FC Barcelona, Seguras Heimatverein, nicht gerade für Volleyball bekannt. Doch die 26-Jährige sammelte schon viel Erfahrung in einer der besten Ligen Europas. Seit 2014 schmetterte sie in Italien, erst für die Zweitligisten Oblia, Trentino Rosa und zuletzt für Cuneo, zwischenzeitlich war sie mal beim Erstligisten Monza unter Vertrag. „Nach meiner Zeit in Italien bin ich motiviert, mich einer neuen Herausforderung zu stellen“, wird die 1,85 Meter große Volleyballerin in der Pressemitteilung zitiert.

Maria Segura komplettiert das Quartett im Außenangriff – und damit auch den 14-köpfigen Kader. „Im Vergleich zum Vorjahr sind wir mit Sicherheit durchschlagskräftiger und haben das Plus an Erfahrung“, ist Waibl überzeugt. Mit Segura (26), den zwei weiteren Neuverpflichtungen auf der Position – Nikola Radosová (26) aus der Slowakei und Nationalspielerin Lena Stigrot (23) – sowie Katharina Schwabe (25) ist der Angriff durchweg mit Spielerinnen im besten Volleyballalter besetzt. Der 50-Jährige sieht sein Team „auf Augenhöhe mit Schwerin und Stuttgart“, und gibt sich selbstbewusst: „Wir brauchen uns vor niemanden verstecken.“ Erst im September kommt Segura nach Dresden. Im August wird sie mit ihrem Team an der zweiten Qualifikationsrunde für die EM 2019 teilnehmen.

Waibl hofft, dass dann auch die vakante Position des Co-Trainers besetzt ist. Nach dem überraschenden Weggang von Andrea Ebana aus persönlichen Gründen ist der DSC auf der Suche nach einem Nachfolger – und hat laut dem Chefcoach zumindest „unheimlich viele Bewerber“. Doch noch sei der passende Kandidat nicht dabei, der auch das Kriterium erfüllt, möglichst länger als eine Saison bleiben zu wollen. „Ich lasse mir damit noch etwas Zeit.“

Die neue Spielzeit beginnt wegen der WM in Japan auch erst spät, dafür aber mit Reisestress für den DSC. Zum Auftakt trifft der Pokalsieger am 28. Oktober im Supercup in Hannover auf Meister Schwerin. Drei Tage später folgt das erste Ligaspiel in Münster (31. Oktober) und am Wochenende darauf (3./4. November) gleich der Pokalkracher gegen den Dauerrivalen Stuttgart in der Porsche-Arena. Bis zum 10. November müssen sich die Fans in Dresden gedulden, erst dann empfängt der Meisterschaftsdritte in der Margonarena Erfurt.