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Das schlaue Haus 

Ein sogenanntes Smart Home kann Schritt für Schritt auch in ein älteres Haus eingebaut werden. Wie das funktioniert, zeigt Bernd Schneider in Dresden.

Moderne LEDs und automatisierte Bewässerung treffen auf ein idyllisches Blumenbeet und den Rasen.
Moderne LEDs und automatisierte Bewässerung treffen auf ein idyllisches Blumenbeet und den Rasen. © Fotos: Thorsten Eckert

Warum nicht immer alles neu sein muss:

Ein Smart Home, das ist doch ein weißer Neubau aus Beton im Bauhaus-Stil, der morgens Kaffee kocht, den Geschirrspüler anschaltet und dafür sorgt, dass abends bei der Ankunft nach einem harten Arbeitstag schon das Licht brennt und die Heizung temperiert ist. Als Bernd Schneider das hört, sitzt er gerade im Garten vor einer Natursteinmauer und lacht. Denn er überlegt gerade, wo die neue LED-Beleuchtung den stilvollsten Effekt erzielen könnte. Natürlich wird die per Digitalstrom gesteuert, genau wie die im Rasen eingelassenen Rasensprenkler. 
Sein Haus aber ist Baujahr 1939 und von ihm Stück für Stück „schlauer“ getüftelt. Doch zurück an den Anfang: „Früher hieß es noch nicht Smart Home, sondern Gebäudesteuerung“, erklärt Schneider. Auf die Idee sei er gekommen, da seine Aras in einem Zimmer an der Südseite des Hauses untergebracht sind, im Dachgeschoss. „Ich wollte die Möglichkeit haben, von unterwegs aus bei Bedarf eine Kühlung einzuschalten.“ Denn die Aras bevorzugen eine bestimmte Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit. So entstand seine erste Gebäudesteuerung.

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So geht Smart

Durch das Verlegen von Kapillarmatten in Wänden und Decken ertüftelte Schneider die Temperierung der Räume. Zusätzlich wurden Stromkabel neu verlegt. 2010 habe er das Prinzip Digitalstrom kennengelernt und damit die Möglichkeiten zur Steuerung über das Stromnetz. Das erforderte einen zweiten Sicherungskasten im Keller, der Platzbedarf dafür ist gering. Im Keller wird auch der Bedarf an warmen Wasser gesteuert, das für die Heizung auf dem Dach durch zwei Röhrenkollektoren erzeugt wird. Wer sich für ein Smart Home entscheide, müsse nicht gleich vollautomatische Steuerung für alle Haustechnik und Geräte einkaufen. „Man kann klein beginnen und nach und nach versuchen, seine Ideen umzusetzen“, sagt Schneider. Ein System sollte also flexibel sowie erweiterbar sein. Und einen Grundsatz findet er wichtig: „Ich will mir die SmartHome-Technik zunutze machen und nicht Sklave der Technik sein.“ Wer sich von der Technik abhängig machen wolle, dem stünden aber zahlreiche Möglichkeiten offen. Die einzigen Routinen, die bei Schneider programmiert sind, sind die Beleuchtung für die Aras und Rollos zum Sonnenschutz. „Die Aras mögen einfach zwölf Stunden Tag und zwölf Stunden Nacht.“ Die Vögel werden bald auch in den Genuss eines LED gesteuerten Sonnenuntergangs kommen. An einer großen Fensterfront sind die Rollos so eingestellt, dass im Raum immer eine Wohlfühltemperatur herrscht. „Durch die ganzjährige Programmierung müssen wir uns darum gar nicht kümmern.“ Allerdings hat er jederzeit die Möglichkeit, selbst einzugreifen. „Das ist mir wichtig.“ Ebenso wie das Anschalten aller Beleuchtung in Haus und Garten bei einem Alarm. Seine Steuergeräte, die mit Digitalstrom arbeiten, passen bei vorhandener Verkabelung in die bereits bestehenden Steckdosen und können das Licht dimmen, die Fenster öffnen oder auch die Heizung regulieren. „Wenn ein unvorhergesehenes Ereignis zu Hause eintritt, kann ich jederzeit reagieren.“ Ist der Gastank bald leer, bekommt er eine Push-Benachrichtigung auf sein Telefon. „Der Hinweis auf bestehende Probleme ist mir wichtiger, als nur von unterwegs aus das Licht an- und auszuschalten.“ Und wenn der Strom ausfällt? Schneider hat mit Fotovoltaik, Speicher und Notstromaggregat vorgesorgt. Produkte, die mit Funk arbeiten, empfiehlt er nur, wenn sich diese codieren lassen. Sonst spiele der Nachbarsjunge mit dem ferngesteuerten Auto im Garten, und im Haus nebenan geht dadurch das Licht an und aus. „So könnte dich ein Nachbar ganz schön ärgern.“
Ebenso kritisch sieht er die Möglichkeit der Sprachsteuerung, da die Hersteller meist umfassende Zugriffsrechte auf die Daten fordern. „Und es geht zum Beispiel niemanden etwas an, wann ich zu Hause bin und wann nicht.“ Sein nächstes Projekt ist der Zutritt zum Haus per Fingerprint. „Zur Sicherheit wird der Zutritt aber auch mit einem Transponder möglich sein.“ Bisher zieht er, wie wohl die meisten Menschen, wenn sie nach Hause kommen, den Schlüssel aus der Tasche und schließt einfach auf. Thorsten Eckert

Hier gibt es weiter in die Welt der Smart Homes: 
Verband: www.smarthome-deutschland.de
Kurs in Dresden:  https://www.njumii.de/Kurssuche/Workshop-SmartHome-selbstbauen-60648#firstcourse
Info-Broschüre der Sächsischen Energieagenturhttp://www.saena.de/angebote/broschueren.html