Döbeln
Merken

Das Spiel der Spiele

Roßwein erlebt am Sonnabend ein Lokalderby. Das besitzt für die Kicker beider Kontrahenten eine besondere Bedeutung.

Von Dirk Westphal
 4 Min.
Teilen
Folgen
Der Roßweiner SV mit Tom Seydel (am Boden) - hier beim 4:0-Sieg gegen den  Döbelner SC - erwartet am Sonnabend den SV Ostrau.
Der Roßweiner SV mit Tom Seydel (am Boden) - hier beim 4:0-Sieg gegen den Döbelner SC - erwartet am Sonnabend den SV Ostrau. © Thomas Kube

Region. Bis auf wenige Nachholspiele am kommenden Wochenende geht das Fußballjahr in der Region am Wochenende zu Ende. Allerdings hat die Saisoninszenierung, sollte das Wetter mitspielen, den einen oder anderen Kracher vorgesehen.

Kreisoberliga

Im Roßweiner Stadion kommt es für die Muldenstädter, laut Trainer Jörg Soujon, zum Spiel der Spiele, dem Derby Roßweiner SV (3./27) gegen den SV Ostrau 90 (2./28). „Von Ostrauer Seite, die in den vergangenen Jahren viele der Spiele dreckig gewonnen haben, sowieso. Aber auch von uns“, sagt der RSV-Verantwortliche. Entsprechend wird sich, der Jahreszeit entsprechend, eine kämpferisch geprägte Partie entwickeln, in der die Roßweiner den Heimsieg anpeilen. 

„Egal ob Ostrau Besetzungssorgen hat, es wird schwer. Aber wir wollen unsere Serie fortsetzen, zudem alles da ist, was auflaufen kann“, so Soujon. Sein Gegenüber, Mathias Donath, ist da weitaus weniger euphorisch in Anbetracht von zahlreichen Verletzten. „Vor ein paar Wochen hätte ich noch gesagt, es ist ein Spiel auf Augenhöhe. Doch Roßwein hat einen Lauf – und bei uns läuft es nicht mehr so“, sagte der Coach der Jahnataler. „Für uns geht es darum, die zwei verbleibenden Spiele ordentlich rumzubringen und die sehr gute Vorrunde abzuschließen. Jeder Punkt, den wir holen, der ist Bonus.“

Mit Bonus wollen sich die Fußballer des Döbelner SC (9./16) gegen den SV Chemie Böhlen (11./14) nicht abgeben. Sie sind drei Spiele ungeschlagen und dass soll auch gegen die Männer von der Jahnbaude so bleiben. „Es wird sicherlich nicht einfach werden, aber wir sind gut besetzt und wollen natürlich einen tollen Abschluss vor der Weihnachtsfeier haben“, sagte DSC-Trainer Thomas Henschel.

Der VfB Leisnig (12./14) beschließt das Spieljahr gegen den SV Klinga-Ammelshain (5./21). Von der Papierform sind die Gäste Favorit. Doch zuletzt lief es aufgrund von Trainerwechsel und Personalsorgen bei den Männern von der Autobahn nicht mehr rund. Entsprechend sollten die Bergstädter nicht ohne Chance auf einen Dreier sein. Allerdings sind auch sie personell nicht auf Rosen gebettet. „Der ein oder andere Platz auf der Bank dürfte frei bleiben. Aber wir wollen natürlich das letzte Heimspiel im Jahr erfolgreich gestalten und mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen“, sagte VfB-Trainer Rico Meister.

Kreisliga A Staffel Ost

Da das Spiel SG Zschaitz/Ostrau II (9./12) gegen den BC Hartha (3./23) bereits auf Februar verlegt wurde, müssen am Wochenende nur fünf Mannschaften aus der Region auflaufen. Dabei kommt es zu zwei Derbys, die eine gewisse Brisanz besitzen. Vor allem Tabellenschlusslicht SV Aufbau Waldheim (14./7) wird hochmotiviert sein, gegen den SV Traktor Mochau (4./23) sein Leistungsvermögen abzurufen, um etwas Zählbares einzufahren. 

Es wird sich ein vom Kampf geprägtes Spiel entwickeln, in dem die Gäste von der Tabellensituation her klar favorisiert sind. Eine Überraschung ist nicht auszuschließen. Denn wie bei den Mochauern, werden auch im Aufbau-Trikot erfahrene, mit allen Wassern gewaschene Fußballer auflaufen, die ein Spiel entscheiden können.

Herbstmeister SV Medizin Hochweitzschen (1./28) hat den ESV Lok Döbeln (7./18) zu Gast. Zwar sind die Westewitzer favorisiert, doch der Gast aus Großbauchlitz hat sechs Spiele hintereinander nicht verloren. Eine Serie, die die Schützlinge von Trainer Frank Domaniecki sicher fortsetzen wollen, um im Ligaalltag weitere eine so tolle Rolle zu spielen.

Nicht ganz so toll verliefen die letzten Punktspiele, nach einem Zwischenhoch Mitte der ersten Halbserie, für den SV 29 Gleisberg (8./15). Gegen den SV Medizin Zschadraß (13./9) sollten die Männer um Spielertrainer Frank Baumert in die Erfolgsspur zurückfinden können. Alles andere wäre eine Enttäuschung.

Landesklasse Frauen Staffel Nord

Für die Frauen des ESV Lok Döbeln (3./22) geht das Punktspieljahr in Borna (4./21) zu Ende. Der Sieger des Spieles wird auf Tabellenplatz drei überwintern. Das sollte für die Großbauchlitzerinnen Anreiz genug sein, auch wenn sie mit diesem Gegner in der Vergangenheit oft Probleme hatten.