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Das Superfrühlingserwachen lässt auf sich warten

Es wird langsam wärmer, sagt der Wetterdienst. Und er wagt eine erste Osterprognose.

© Christian Juppe

Von Christoph Springer

Es reicht. Jetzt war wirklich genug Winter. Zweistellige Minusgrade in den Nächten, Wind und Schneetreiben tagsüber müssen so kurz vor Ostern nicht sein. „Doch“, sagt Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig, „das ist völlig normal zu dieser Jahreszeit“. Der Grund: Warme und kalte Luftmassen befinden sich in der Nähe. Etwas Wind aus der falschen Richtung reiche dann schon, damit es plötzlich richtig kalt wird.

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Doch es ist Besserung in Sicht. Ein „Superfrühlingserwachen“ kann Engelmann nicht versprechen, „aber in die Richtung geht’s“. Die Temperaturen steigen langsam, zwei bis drei Grad pro Tag. Die andere Seite der Medaille: Der Wind kommt aus Westen und ist mit Tiefausläufern verbunden. Das heißt, es regnet immer mal wieder. Am heutigen Dienstag ist in Dresden sogar noch etwas Schnee zu erwarten. „Es ist nasskalt und wir haben auch eine kleine Glätteproblematik“, sagt Engelmann. Am Wochenende erwartet die Dresdner aber „nahezu frühlingshaftes Wetter“, so der Meteorologe. Zwar ohne Sonne, aber Schnee und Minusgrade sind dann Geschichte. Die Autofahrer wird das freuen, denn dann ist auch die Zeit der Härtetests vorbei, die Lampenparker ihren Fahrzeugen zumuten müssen. Kühlt der Wagen nachts im Freien gründlich aus, ist der Start am Morgen vor allem für die Batterie eine Herausforderung, weiß Thomas Kubin, Technik-Fachmann vom ADAC Sachsen. „Wichtig ist, dass sie stets einen guten Ladezustand hat.“ Sonst könne auch eine relativ neue Batterie in die Knie gehen. „Ein Arbeitsweg von beispielsweise zehn Kilometern reicht im Winter nicht aus, um sie wieder vollständig aufzuladen.“

Reinhard Koettnitz, den Leiter des Straßenbauamts, lässt der Märzwinter kalt. Er sagt: „Wir haben bei unseren Baustellen Frost- und Eistage eingeplant.“ Wetter-Pausen sind für ihn kein Problem. Neue Bauarbeiten beginnen später als ursprünglich vorgesehen. „Das betrifft zum Beispiel die Ampeln an den Kreuzungen der Kesselsdorfer.“ Sie werden für den Umleitungsverkehr gebraucht, wenn die Arbeiten für die neue Zentralhaltestelle beginnen.

Der Winterdienst der Stadt bleibt noch bis Mitte April einsatzbereit. „Wir hatten ja auch schon weiße Ostern“, sagt Koettnitz. Engelmann glaubt, dass dann kein Schnee mehr liegt. „Die Wahrscheinlichkeit für frühlingshafte Ostern ist größer.“