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Das waren mal Büros

Für das Fluchttreppenhaus im Rathaus mussten einige Decken durchbrochen werden. Die Arbeiten sind aufwendig.

© Dietmar Thomas

Von Natasha G. Allner

Döbeln. Die Arbeiten für das neue Fluchttreppenhaus im Westflügel des Rathauses gehen planmäßig voran, so Thomas Mettcher. Der persönliche Referent des Döbelner Oberbürgermeisters geht davon aus, dass Mitte März die Betonarbeiten abgeschlossen sein werden: „Dann erfolgt der Ausbau. Dazu gehören die Installation der Elektroleitungen, der Anbau der Handläufe sowie Fliesenlege- und Putzarbeiten.“ Ganz zum Schluss sorgen Malerarbeiten für eine freundliche Optik. Das Ende der Baumaßnahme und die Fertigstellung des Treppenhauses ist für die letzten Apriltage geplant. Bis dahin gibt es allerdings noch einiges zu tun. „Derzeit werden abschnittsweise die einzelnen Etagen der Treppenanlage aus Stahlbeton errichtet. Dazu ist es notwendig, dass die Teilstücke jeweils eingeschalt, die Bewehrung eingebracht wird und Betonarbeiten erfolgen“, führt Thomas Mettcher weiter aus.

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Info-Büro auslagern

Um die notwendige Baufreiheit zu gewährleisten, musste der Zugang zur Baustelle über den Eingang der Stadtinformation erfolgen. Da dort jedoch die Sicherheit für Besucher nicht gewahrt werden konnte, fiel die Entscheidung, das Info-Büro zwischenzeitlich an den Standort Kreuzstraße 3 auszulagern (DA berichtete). Dort gibt’s den Service der Döbeln-Information in abgespeckter Form, weil nicht ganz so viel Platz wie vorher zur Verfügung steht. Das Übergangsquartier verfügt nur noch über knapp ein Drittel des Areals. Einschränkungen beim Souvenirangebot – die Mitarbeiter können nicht das komplette Sortiment anbieten – müssen daher in Kauf genommen werden. Im Rathaus selbst zogen einige Bereiche der Stadtverwaltung um. In jeder der fünf Etagen des Verwaltungsgebäudes fällt dem Treppenbau ein Zimmer zum Opfer. Das Bürgerbüro war von der Baumaßnahme räumlich nicht betroffen, allerdings entwickelten sich „intensive Baugeräusche“, so Stadtsprecher Mettcher.

Türen zugesetzt

Zur Erinnerung: Das Döbelner Rathaus muss brandschutztechnisch aufgerüstet werden. Weil im Westflügel ein weiteres Treppenhaus zur Flucht im Brandfall fehlte, wird eines eingebaut. Im Oktober vergangenen Jahres hatten die Bauarbeiten für das weitere Treppenhaus begonnen. Damals wurden zunächst in den Räumen der Etagen, die für das Treppenhaus vorgesehen waren, die Geschossdecken herausgebrochen. Zuvor waren dort die Versorgungsleitungen entfernt worden. Unnütz gewordene Türen wurden zugesetzt und weitere Maurerarbeiten vorgenommen. Im November 2015 brachten Bauarbeiter dann eine sogenannte Mikropfahlgründung ein. Auf diesen sechs Mikrobohrpfählen begründete man das Streifenfundament, auf dem schließlich die Bodenplatte errichtet wurde. Diese bildet nun die Basis für das neue Treppenhaus.

In diesen ersten Bauabschnitt investiert die Muldestadt rund 366 000 Euro. Davon kommen zirka 311 000 Euro Fördermittel aus dem Programm der Stadtsanierung. Neben dem Einbau des Fluchttreppenhauses sind eine Löschwasser-Steigleitung für die Feuerwehr und weitere kleinere Arbeiten vorgesehen. Beispielsweise sollen darüberhinaus in den Fluren später noch rauchdichte Brandschutz-Türen eingebaut werden.