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Das wird nicht lange andauern

SZ-Lokalreporterin Kathrin Krüger-Mlaouhia über den Gigantenkampf Edeka gegen Nestlé.

© Kristin Richter

Nestlé zu boykottieren, hat insbesondere für manche jüngeren Konsumenten einen avantgardistischen Charme: Sie kritisieren den Schweizer Konzern wegen seiner „zweifelhaften Rolle“ in Bezug auf „Umwelt, Menschenrechte und Massentierhaltung“. Der Gigant, der unter seinem Dach eine Riesenvielfalt an Marken von A wie After Eight bis Y wie Yes vereint, hat nicht nur zufriedene Kunden. Dass sich die Einkaufsgenossenschaft Edeka mit Nestlé anlegt, hat aber keine moralischen Gründe. Hier geht’s ums Geschäft. Und das ist den hiesigen Kunden laut einer Blitzumfrage auch nicht egal. Die einen sind markenbewusst und finden den Bestellstopp von Edeka blöd, andere wiederum halten die Aktion von Edeka für richtig und sind dafür bereit zu verzichten. Doch wie lange?

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An volle Regale und Alternativen haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Wenn das eine nicht da ist, greifen wir eben zum anderen. In dem Sinn ist das Fehlen bestimmter Produkte im Markt für die allermeisten Kunden kein Problem. Auch die regionalen Einzelhändler geben eher Entwarnung und wollen den Preiskampf nicht aufbauschen. Das sei ganz normaler Machtpoker über Lieferkonditionen. Lange werde das wohl nicht anhalten. Denn dauerhaft wollen sich nur wenige Kunden ganz der Nestlé-Vielfalt entziehen.

E-Mail an Kathrin Krüger-Mlaouhia