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Das Zittern um die Weka-Hotels hat ein Ende

Die insolvente Hotelgruppe hat einen Käufer gefunden: ihren Geschäftsführer.

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Von Hartmut Landgraf

Das Bangen um das Schicksal der insolventen Hotelgruppe Weka Touristik hat ein Ende: Neuer Eigentümer wird der bisherige Geschäftsführer des Unternehmens, der Pirnaer CDU-Stadtrat Ralf Thiele. Die Weka war Anfang des Jahres aufgrund hoher Bankschulden in Schwierigkeiten geraten. Die Kanzlei des Insolvenzverwalters Bruno Kübler bezeichnete das Unternehmen gestern als gerettet. Der Verkauf sichere der Hotelgruppe eine langfristige Perspektive. Alle 68 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Wie aus Firmenkreisen verlautete, hat Thiele die Häuser vorerst gepachtet, die Unterzeichnung des Kaufvertrags sei aber nur noch eine Formsache. Zu den Konditionen war zunächst nichts in Erfahrung zu bringen. Die fünf Häuser der Gruppe firmieren fortan als Weka-Hotels Bad Schandau GmbH. Weka-Gründer und Ex-Inhaber Werner Kirschner soll daran nicht beteiligt sein. Wochenlange Spekulationen über den Einstieg eines österreichischen Investors sind damit vom Tisch. Auch andere Interessenten sollen einen Rückzieher gemacht haben. Hingegen hätten Lieferanten des Unternehmens und Reiseveranstalter größtenteils zur Stange gehalten, hieß es. Zur Weka-Gruppe gehören in Krippen das Erbgericht, das Gasthaus zur Eiche und die Grundmühle, in Bad Schandau das Hotel Sigl’s sowie das Hotel Forsthaus im Kirnitzschtal.