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DDR-Opfer im Westen alleingelassen

Marienborn/Magdeburg. In der DDR-Zeit traumatisierte politisch Verfolgte finden heute im Westen Deutschlands so gut wie keine Hilfe. Der Leiter des Instituts für Diktatur-Folgen-Beratung, Thomas Hoppe,...

Marienborn/Magdeburg. In der DDR-Zeit traumatisierte politisch Verfolgte finden heute im Westen Deutschlands so gut wie keine Hilfe. Der Leiter des Instituts für Diktatur-Folgen-Beratung, Thomas Hoppe, sagte gestern in Magdeburg: „Man kennt die Besonderheiten des Lebens in der DDR nicht und hat Schwierigkeiten, sich einzufühlen.“ Es gebe in der Regel keine Ansprechpartner vor Ort.

Ziel sei, ein Netzwerk auch mit Beratern etwa in Niedersachsen oder Bayern zu etablieren. In den östlichen Bundesländern gebe es sieben Anlaufstellen für Betroffene, in denen im Lauf der vergangenen zehn Jahre rund 500 Menschen Hilfe gefunden hätten. Am ehemaligen Grenzübergang Marienborn waren gestern rund 30 Experten zu einem Fachtag zusammengekommen, der sich mit den Auswirkungen von Traumatisierungen durch politische Verfolgung in der DDR beschäftigte.

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Laut einer Studie gebe es rund 50 000 Betroffene. Schon mit Kurzzeitberatungen von bis zu sieben Sitzungen könne in vielen Fällen zumindest nachhaltig lindernd geholfen werden. Viele bräuchten einfach die Möglichkeit, über das Geschehene reden zu können. In der eigenen Familie werde in der Regel dazu geschwiegen. (dpa)