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Bautzen

DDR-Stoff kommt gut an

Die ersten 17 Vorstellungen der „Sonnenallee“ beim Bautzener Theatersommer waren fast ausverkauft. Auch für die nächsten Termine sind Karten rar.

Erinnerung an die DDR: Der Stoff der diesjährigen Theatersommer-Inszenierung kommt an. Die bisherigen Vorstellungen waren so gut wie ausverkauft.
Erinnerung an die DDR: Der Stoff der diesjährigen Theatersommer-Inszenierung kommt an. Die bisherigen Vorstellungen waren so gut wie ausverkauft. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. NVA-Offizier in Uniform, Jugendliche mit Schlaghosen und langen Haaren, SED- und FDJ-Emblem und ein Honeckerbild an der Wand: Keine historische Aufnahme aus einem Geschichtsbuch oder Museum, sondern derzeit fast jeden Abend live auf der Bautzener Ortenburg zu erleben. Mit der Inszenierung „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ nach dem Roman von Thomas Brussig beleuchtet der Theatersommer diesmal das Leben in der DDR Ende der 1970er-Jahre – und das kommt beim Publikum offenbar bestens an.

In den ersten 17 von 35 angesetzten Vorstellungen wurden 16 698 Zuschauer gezählt. „Das entspricht einer Auslastung von 98,4 Prozent“, sagt Theatersprecherin Gabriele Suschke. „Wir freuen uns sehr, dass wir damit an die Erfolge der letzten Sommertheater-Inszenierungen anknüpfen können.“ Drei Jahre lang hatte die Olsenbande auf der Bautzener Freiluftbühne ihre Coups gelandet – mit riesiger Publikumsresonanz. Vor zwei Jahren wurde aufgrund der großen Nachfrage sogar die Zuschauertraverse um 200 Plätze erweitert. „In diesem Jahr haben wir wieder die kleinere Traverse mit 998 Plätzen“, sagt Gabriele Suschke. Und die war in den bisherigen Vorstellungen bis auf ganz wenige Plätze immer voll. Auch die nächsten Termine – am Mittwoch ist Halbzeit, dann läuft die 18. Vorstellung – sind so gut wie ausverkauft. Kurzentschlossene könnten es laut Suschke zwar durchaus an der Abendkasse versuchen. Freie Plätze in größerer Zahl und vor allem zusammenhängend gebe es aber erst ab 17. Juli wieder.

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Nicht nur der Kartenverkauf gibt den Theaterleuten recht, was die Auswahl des Stückes betrifft. Gabriele Suschke berichtet auch von vielen positiven Reaktionen in Form von Mails oder Briefen. „Die Leute sind begeistert, viele fühlen sich in ihre Jugend zurückversetzt.“ Und auch jüngere Besucher, welche die Zeit nicht miterlebt haben, würden es ganz spannend finden. „Die nehmen das als Geschichtsstunde.“ Passend zum Stoff des Stückes haben auch die Filme, die dienstags bei den Burgfilmnächten laufen, DDR-Bezug. Auch darauf sei die Resonanz bisher sehr gut. Diesen Dienstag läuft der beliebte Defa-Streifen „Sieben Sommersprossen“. (SZ/MSM)

Karten an der Theaterkasse, Seminarstraße 12, Dienstag bis Freitag 11 bis 18 Uhr, 

03591 584225

www.theater-bautzen.de