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In der DDR zum Tode verurteilt: Erinnerungen an den Schüler Hermann Flade

Christine Hunger kannte den zum Tode verurteilen Hermann Flade von Kindheit an. Es ist auch ihr Verdienst, dass das Leben des DDR-Systemkritikers nun in einem Buch festgehalten ist.

Von Nadja Laske
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Kritischer Geist: Hermann Flade wurde in der DDR vom Landgericht Dresden zum Tode verurteilt. Er war in Bautzen und Waldheim inhaftiert.
Kritischer Geist: Hermann Flade wurde in der DDR vom Landgericht Dresden zum Tode verurteilt. Er war in Bautzen und Waldheim inhaftiert. © Archiv Gedenkstätte Münchner P

Dresden. Dieses Bild hat Christine Hunger deutlich vor Augen. Wie der Hermann plötzlich in der Küchentür steht. Ohne Ankündigung. "Er hatte den weißen Schafwollpullover an, den er laut Erzählungen auch zu seiner Verurteilung neun Jahre zuvor getragen hat."

Es war der 1. November 1960. Harte Haftjahre lagen hinter Hermann Flade, der im Alter von 18 Jahren in einem Schauprozess der DDR vom Landgericht Dresden zum Tode verurteilt worden war - wegen versuchten Mordes an einem Polizisten, Widerstandes gegen die Vollstreckungsgewalt, Staatshetze und militärischer Propaganda.

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