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De Bruyne spielt die Bayern schwindlig

Zum Rückrundenauftakt zeigt Wolfsburg beim 4:1, wie die Münchner zu packen sind. Nun kommt auch noch Schürrle.

© dpa

Von Michael Rossmann

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Von wegen unschlagbare Bayern: Mit einer taktischen Meisterleistung und einem Kevin De Bruyne in Weltklasseform hat der VfL Wolfsburg gleich zum Auftakt der Rückrunde gegen Bayern München ein starkes Zeichen gesetzt. Durch das 4:1 (2:0) am Freitagabend beendeten die Niedersachsen in einem spektakulären Spitzenspiel die Serie von 21 Spielen ohne Niederlage des deutschen Fußball-Rekordmeisters in der Bundesliga.

Ivica Olic, HSV-Profi © dpa

Beflügelt vom bevorstehenden Transfer-Coup mit Weltmeister André Schürrle haben die Niedersachsen damit den bislang übermächtigen FC Bayern eindrucksvoll in die Knie gezwungen. In einem Spiel kassierten die Münchner so viele Gegentore wie in der gesamten Hinrunde. „Das ist in die Hose gegangen. Es ist keine Katastrophe ausgebrochen, aber wir wissen, dass wir noch viel zu tun haben“, sagte Nationaltorwart Manuel Neuer. „Die waren im richtigen Moment besser. Wir konnten die Konter nicht kontrollieren. Wir müssen das professionell aufarbeiten für das nächste Spiel“, sagte Trainer Pep Guardiola.

Sein VfL-Kollege Dieter Hecking war glückselig: „Wir haben ein Riesenfußballspiel gemacht.“ Manager Klaus Allofs war ob der Leisung baff: „Ein Ergebnis und Spiel, was wir uns so nicht erhofft hätten.“

Bayern durchgeschüttelt

An einen Hauch Spannung im Titelrennen glaubt zumindest der Bundestrainer aber nicht. „Nein, ganz ehrlich nicht. Bei allem Respekt für Wolfsburg oder die anderen Teams. Die Bayern werden sich das nicht mehr nehmen lassen“, sagte Joachim Löw. „Bayern München ist das Maß aller Dinge. Sie sind einmal durchgeschüttelt worden. Im Moment ist die Chance noch sehr gering“, sagte Hecking zu eigenen Titelambitionen.

Diesen Knalleffekt zum RückrundenAuftakt dürfte auch André Schürrle mit (Vor)freude betrachtet haben. Der Transfer des Weltmeisters vom FC Chelsea hängt noch von einigen wirtschaftlichen Fragen ab, sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. Eineinhalb Jahre wartete Schürrle in London vergebens auf den Durchbruch – nun will der Weltmeister beim Bundesliga-Zweiten einen Neustart wagen. Der 42-malige Nationalspieler soll einen Vertrag bis 2019 erhalten.

Zuletzt strich Chelsea-Trainer José Mourinho den Edel-Joker sogar zweimal ganz aus dem Kader. Das Verhältnis schien zerrüttet, für Schürrle war der Bogen überspannt. Auch Mourinho zeigte sich bereit, den Ergänzungsspieler für 30 Millionen Euro ziehen zu lassen. Schürrle könnte es egal sein: Er findet in Wolfsburg Verhältnisse wie in der Premier League vor. Sein Jahresgehalt soll angeblich sechs Millionen Euro betragen.

Dagegen wechselt Ivica Olic von Wolfsburg zum Hamburger SV, seinem erklärten Lieblingsverein. „Ich habe meine Fußballschuhe genommen, meine Frau angerufen und mich gleich auf den Weg nach Hamburg gemacht“, erklärte der 35 Jahre alte Stürmer bei seiner Präsentation am Freitag, warum er den Top-Klub VfL Wolfsburg verlässt und zum Abstiegskandidaten HSV wechselt. Dort soll er die Torflaute beenden und eine erneute Zittersaison in der Bundesliga verhindern helfen. Olic solle auch eine Identifikationsfigur für die jungen Hamburger Spieler sein, mit denen der Verein die Zukunft plane.

Die Momente vor dem Anpfiff waren emotional. Mit einer Minute Applaus gedachten die am Mittelkreis versammelten Spieler des am 10. Januar bei einem Autounfall tödlich verunglückten VfL-Profis Junior Malanda. Die Fans hatten ein Transparent entrollt mit der Aufschrift: „Für immer in unseren Herzen“. (dpa mit sid)

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