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Debatte um die kostenlose Biotonne

2013 stellte Remondis 75 Biotonnen. 2018 sind es knapp 14 000 – alle kostenlos.

© dpa

Von Birgit Ulbricht

Riesa-Großenhain. Viele Kunden sehen den Auslöser für den jetzigen Streit um die Müllentsorgung beim Abfallzweckverband. Kathrin Lenz kommentiert die Erklärung von Verbandschef Raimund Otteni, warum die Müllgebühren wohl trotz Neuvergabe steigen werden, so: Dass die Bio-Mülltonnen kostenlos entsorgt werden, war eine klare Entscheidung des AZV. Meiner Meinung nach hat das kein Bürger gefordert. Vorher wurde die Entsorgung durch die Firma Macher aus Lenz durchgeführt – zwar nicht kostenlos, aber zuverlässig. Der AZV wollte die Tonnen unbedingt kostenlos anbieten. Und dann wundern? Als die braunen Tonnen durch den AZV eingeführt wurden, hieß es doch, dass die Entsorgung in der Anfangsphase kostenlos sei. Wenn dann nach langer Zeit immer noch keine Gebühren verlangt werden, ist das ein Problem des AZV, das kann der Verband doch jetzt nicht Remondis ankreiden. Wenn der normale Hausmüll geringfügig teurer würde, hätte doch sicherlich auch kaum jemand was dagegen gehabt, wenn die Entsorgung in regionaler Hand geblieben wäre, vermutet Kathrin Lenz.

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Roland Herget erwidert darauf in den sozialen Netzwerken: So einfach ist das mit den braunen Tonnen nicht, denn die hat man damals schließlich als Ersatz für die kostenlose Grünschnittannahme eingesetzt, die bekanntermaßen wegfiel. Und ehrlich, für Laub und Grünschnitt sollte man nicht zahlen. Alternativ kann man das ja wieder wie früher verbrennen? fragt er. Es qualmt eben ein bisschen, räumt er ein. Ansonsten werden allerdings wie üblich nur die Wohnnebenkosten als Betriebskosten in die Höhe getrieben. Leidtragende sind dann alle – nicht nur die Grundstückseigentümer – die für die Entsorgung von Laub vom Nachbarn oder von Straßenbäumen zur Kasse gebeten werden.