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Debatte um hohe „West-Quote“ in sächsischer Regierung

In Sachsen ist eine Debatte um die „hohe West-Quote“ in der Regierung des Freistaates entbrannt.

Dresden. In Sachsen ist eine Debatte um die „hohe West-Quote“ in der Regierung des Freistaates entbrannt. Linke-Politiker Dietmar Pellmann hatte in einer Anfrage ans Parlament herausgefunden, dass die Quote an Abteilungsleitern in Ministerien westdeutscher Herkunft inzwischen bei knapp 80 Prozent liegt. 1995 seien es noch gut 63 Prozent gewesen, machte Pellmann am Donnerstag geltend. Zudem stammten acht von zehn Staatssekretären aus dem Westen. „Fast ein Vierteljahrhundert nach der deutschen Einheit ist es erschütternd, dass immer noch so wenige Menschen, die nicht in den alten Bundesländern geboren sind, ein Spitzenamt in der Regierung innehaben“, monierte der Abgeordnete. Pellmann vermutet „regionale Seilschaften“. Im sächsischen Kabinett liegt die West-Quote bei 50 Prozent.

Nach Ansicht der Grünen bietet die personelle Erneuerung durch Altersabgänge in den kommenden Jahren die Chance, mehr Menschen aus Sachsen in die Verwaltung zu holen. Dazu brauche man aber ein Dienstrecht, dass den Freistaat als attraktiven Arbeitgeber ausweise, erklärte die Landtagsabgeordnete Eva Jähnigen. „Die Realität sieht derzeit leider so aus, dass aufgrund des Stellenabbaus viele Stellen nicht neu besetzt werden.“ (dpa)

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